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Endlager-Pläne kommen in den Landtag

Die Pläne für ein atomares Endlager in Vorpommern landen nun in Schwerin. Der Energieausschuss soll sich mit dem Thema befassen; die Linke ist entsetzt über die Planungen.

Dr. Mignon Schwenke (Linke) befürchtet die Pläne könnten die politische Debatte um ein Endlager beeinflussen.
Jens Büttner Dr. Mignon Schwenke (Linke) befürchtet die Pläne könnten die politische Debatte um ein Endlager beeinflussen.

Die Pläne des Ingenieurs Volker Goebel für ein atomares Endlager in Vorpommern sollen nun Thema im Landtag werden. Am Mittwoch tagt in Schwerin der Energieausschuss, die Fraktion der Linken hat am Montag eine eilige Änderung der Tagesordnung beantragt.

Deren energiepolitische Sprecherin, Dr. Mignon Schwenke, zeigte sich entsetzt über die Pläne, auch wenn sie nach jetzigem Kenntnisstand ohne offiziellen Auftrag erarbeitet wurden. „Seit Jahren soll das Ministerium von den Planungen des Ingenieurs gewusst haben, ohne beherzt und notfalls gerichtlich dagegen vorzugehen. Solch ein Agieren nährt die Gerüchteküche, dass an den Planungen womöglich doch etwas dran ist. Deshalb fordern wir umgehend Aufklärung“, sagte sie.

AfD-Mann Strohschein begrüßt die Pläne

Tatsächlich hatte das Energieministerium erklärt, Volker Goebel habe auf seinen Dokumenten zum Beispiel offizielle Logos ohne Genehmigung verwendet. Dadurch konnte der Eindruck entstehen, dass er im Auftrag handele.

Vergangene Woche hatte der Landtagsabgeordnete Jürgen Strohschein (AfD) den Vorschlag begrüßt, bei Moeckow mehr als 2000 Castor-Behälter unterirdisch einzulagern. Das Land würde damit Verantwortung für eine nationale Aufgabe übernehmen und könnte gleichzeitig von dem Milliarden-Projekt profitieren, sagte er.

Hier finden Sie eine Chronologie der Endlager-Suche.

Kommentare (3)

http://www.greifswald-netz.de/165/kompakt-themen/kompakt-themen-salzstock-moeckow-greifswald/risikeninmoeckow.html - weiter südlicher soll meines Wissen mal ein Tiefbrunnen angelegt worden sein für Trinkwasser?? - was für gesundheitliche Widersprüche

Es ist gut das die Planungs-Zeichnungen für die Endlager im M-V Steinsalz im Landtag diskutiert werden. Vielleicht kommt man ja über die Logo Diskussion hinaus dazu die technischen Zeichnungen mal anzusehen. Vielleicht erkennen die Abgeordneten im Energie-Ausschuss das die Einlagerungstiefen 3 fach grösser sind als was DBE und Nagra bisher so anbieten. Vielleicht erkennen die Abgeordneten das es besser ist in den fahrenden Zug einzusteigen und mit am Tisch zu sitzen als es sich von Berlin und Peine aus reindrücken zu lassen. - Es sind schlicht die besonders zahlreichen, tiefen und ungenutzten Steinsalz-Super-Geologien die ein Endlager immer in M-V ankommen lassen werden. Nur eine Geologie kann Endlager. M-V hält immer nur die Hand auf - Zeit auch mal was für die BRD zu tun und sich um die Sicherheit verdient zu machen. Das M-V dann am Drücker ist und so richtig üppig kassieren kann ist eine Begleiterscheinung. - Wenn sich die beiden Gemeindeversammlungen in Kröpelin und Karlsburg für die Ansiedlung der Endlager entscheiden werden redliche Kompensaitons-Zahlungen in Höhe von 600 Mio. EUR bis 1,2 Mrd. EUR an die direkten Anlieger fällig. - Es wird eine Armee von Aufpassern geben. Die Pläne von Ing. Goebel wurden von der IAEA in Wien bereits als musterhaft und extrem teuer und gründlich bewertet. - Ich stehe als Endlager Fachplaner und Endlager Fachverantwortlicher dem Land M-V gerne zur Verfügung. Jemand muss diesen Idioten von der DBE/BGE den Weg zeigen, die können es seit über 40 Jahren nicht. - Es ist Zeit die skandalösen Verhältnisse in der Endlager-Branche in vernünftige Bahnen zu lenken und alle vorhandenen Kräfte mit Kompetenzen auf höffige Projekt-Vorschläge zu konzentrieren. - Mit besten Grüssen - Volker Goebel / Architekt / Dipl.-Ing.

Also ein Ingenieur bastelt ohne Auftrag an seinen eigenen Ideen für ein Endlager. Die zuständigen Fachleute nehmen ihn offensichtlich nicht ernst. Er redet von sich in der dritten Person und hat wahrschenlich mal geträumt, dass die IAEA ihn ganz toll findet (was die IAEA sicherlich überraschen würde). Irgendjemand findet seine Internatseite. Ein paar Journalisten verbreiten das unkritisch und jetzt beschäftigt sich der Landtag damit. Wahnsinn - gibt es auch noch irgendwo Qualitätskontrollen?