Schornstein brennt:

Familie muss ins Krankenhaus

Das gibt’s doch nicht: Schon wieder hat es einen Rußbrand in einem Schornstein gegeben. Nach zwei Rußbränden in Torgelow traf das Unglück jetzt eine Familie in Eggesin. Sie kam in die Klinik.

Rettungsdienst und Notarzt versorgten die drei Familienmitglieder im Rettungswagen. Sie kamen ins Krankenhaus, wurden aber wieder entlassen.
Christopher Niemann Rettungsdienst und Notarzt versorgten die drei Familienmitglieder im Rettungswagen. Sie kamen ins Krankenhaus, wurden aber wieder entlassen.

Beißender Qualm zog durch die kompletten Wohnräume und drang aus dem Eggesiner Einfamilienhaus in der Ueckermünder Straße. Die Sirenen, die durch die Leitstelle ausgelöst wurden, heulten in der Randow-Stadt dreimal auf: Einsatz für die Feuerwehr! Wenige Minuten später traf auch das erste Feuerwehr-Fahrzeug am Ort ein. Unter der Leitung des Vize-Wehrführers, Uwe Schiebel, rüsteten sich zwei Feuerwehrmänner mit schwerem Atemschutz aus und stürmten in das verqualmte Gebäude. Sie suchten akribisch nach der Rauch-Quelle. Im Inneren des Gebäudes war kein offener Feuerschein sichtbar. „Es stellte sich ein Ruß- beziehungsweise Schornsteinbrand heraus“, sagte das Führungskommando der Feuerwehr Eggesin. Diese sind für die Witterung sehr typisch.

Der Hausinhaber, ein älterer Herr, kam mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in die Klinik. Seine Frau und Tochter klagten ebenfalls über gesundheitliche Probleme. Auch sie wurden durch mehrere Mitarbeiter des DRK und einem Notarzt in die Klinik gebracht. Laut Polizei wurde die Familie dort ambulant in der Notaufnahme behandelt und verbrachte anschließend die Nacht in einem Hotel.

Dennoch gab es das Problem mit dem Unglücks-Schornstein, der dicht war. Die Eggesiner Wehr brachte ihr Drehleiterfahrzeug auf der Straße in Position, um über das Dach an die Schornstein-Öffnung zu gelangen. Mit einem so genannten Essenkehrbesen versuchten die Kameraden, die dichte Stelle zu durchbrechen. Ein Schornsteinfeger unterstützte sie dabei. Die Ablagerung war allerdings so groß, dass die Retter mit ihrem Spezial-Gerät nicht weiterkamen. „Der Schornsteinfeger legte die Anlage still“, hieß es von der Polizei. Bevor die Brandschützer die Einsatzstelle verließen, lüfteten sie gründlich die Räume. Wegen des Einsatzes war die Ueckermünder Straße, Höhe Gaststätte und Tankstelle, bis etwa 23.20 Uhr in der Nacht zum Sonnabend voll gesperrt.

Während des kompletten Einsatzes klagten Polizei und Feuerwehr zunehmend über ein Problem: Digitalfunk! Der hochgepriesene und abhörsichere Tetra-Funk für Rettungskräfte, stellte sich dort als totaler Flop dar. Eine Kommunikation zur Leitstelle war kaum möglich, was im schlimmsten Fall Menschenleben kosten kann. Die Helfer vermuten, dass das Funknetz noch nicht flächendeckend ausgebaut ist.

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