Windkraftpläne in der Friedländer Großen Wiese:

Ferdinandshofer lassen NPD-Antrag abblitzen

Das Thema Windkraft beschäftigt weiter die Menschen in Ferdinandshof. Bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter hat der NPD-Abgeordnete einen Antrag eingebracht, wonach alle Windkraftpläne sofort gestoppt werden sollen.

Diese Postkarte hatte die NPD kürzlich in der Region um Ferdinandshof herum verteilt.
Archiv Diese Postkarte hatte die NPD kürzlich in der Region um Ferdinandshof herum verteilt.

Die Gemeinde Ferdinandshof will an ihren Windkraftplänen festhalten. Bei der Sitzung der Gemeindevertretung am Montagabend ist ein Antrag des NPD-Gemeindevertreters Christian Alsdorf abgelehnt worden. Alsdorf wollte damit erreichen, dass die Gemeinde einen sofortigen Stopp aller Windkraftpläne in der Friedländer Großen Wiese veranlasst.

"Es gibt nicht einen Grund, von unseren Plänen abzurücken", sagte Bürgermeister Gerd Hamm (CDU). Die Gemeindevertretung hat sich für ein Plangebiet für Windenergieanlagen in der Friedländer Großen Wiese ausgesprochen, das die Gemeinde Ferdinandshof als Kompromissvorschlag zum Lübser Windfeld favorisiert.

Heftige Diskussionen

Dies sorgt seit Wochen für teilweise heftige Diskussionen in der Region. CDU-Gemeindevertreter Jörn Pinger zeigte sich verwundert angesichts des NPD-Vorschlages und sagte, dass Christian Alsdorf noch im Herbst des vergangenen Jahres für diesen Kompromiss gestimmt hätte.

Alsdorf machte in seiner Begründung geltend, dass es mittlerweile neue Aspekte gebe, die eindeutig belegen würden, dass durch den Bau von Windkraftanlagen in der Friedländer Großen Wiese eine erhöhte Gefahr für Natur und Tierwelt bestehe.

Bürgermeister Hamm erklärte, dass auch diese Einwände vom Regionalen Planungsverband Vorpommern geprüft würden, und am Ende würde dort die Entscheidung getroffen, welche Gebiete geeignet seien für Windkraftanlagen. Mit ihrem Antrag zum Stopp der Windkraftpläne in der Großen Wiese war die NPD bereits im Landtag und im Kreistag gescheitert.

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Kommentare (2)

Irgendwie stellen Sie die Tatsachen auf den Kopf. Wer sind "die Ferdinandshofer" aus Ihrer Überschrift? Nicht die Bürger die in großer Zahl gegen die Windkraft sind Sorry, aber Ihr Artikel stellt es so dar, als sei nur die NPD gegen die Windkraft auf der großen Wiese... Sie sollten den ganzen Artikel noch mal neu schreiben...

den Antrag abblitzen lassen bezweifle ich ganz stark. Eher werden es nur die Gemeindevertreter sein. Bei der aktuellen Entwicklung beim Ökostrom sollte man aber tatsächlich noch mal alles genau überdenken, denn wie es zur Zeit in den Medien zu lesen ist wird Schwarz-Rot die Notbremse ziehen. Gegen Überkapazitäten soll der Garantiepreis für die Stromabnahme wegfallen. Wenn Herr Alsdorf erst dafür gestimmt haben sollte und ihn jetzt Zweifel kommen,ist es doch sein gutes Recht alles nochmal zu überdenken. Vielleicht findet er ja im Gemeinderat ein paar Mitstreiter. In der Bevölkerung hat er bei diesem Thema sicher viele.