Asylbewerber treffen ein:

Fluchtpunkt Eggesin: Sicherheit für 16 Kinder

Ein Kind ist erst einen Monat alt, insgesamt sind es 16 Minderjährige, die jetzt nach einer langen schweren Reise mit ihren Familien in Eggesin ankamen. Die Asylbewerber wurden sehr menschlich aufgenommen.

16 Kinder sollen hier in Eggesin nach einer langen Reise in die Sicherheit erst einmal zur Ruhe kommen.
Lutz Storbeck 16 Kinder sollen hier in Eggesin nach einer langen Reise in die Sicherheit erst einmal zur Ruhe kommen.

Die Asylbewerber, deren Ankunft schon seit einiger Zeit erwartet wurde, sind nun in Eggesin eingetroffen. Darüber informierte Bürgermeister Dietmar Jesse. Insgesamt handelt es sich um 22 Personen. Zwei Männer, vier Frauen und 16 Kinder. Nach Auskunft aus dem Rathaus stammen drei Familien aus der Russischen Föderation. Eine Mutter mit fünf Kindern kommt aus dem Krisengebiet Syrien. „Unter den Asylbewerbern befinden sich auch ganz kleine Kinder, eins davon ist gerade mal einen Monat alt“, hieß es.

Die Gruppe war zuvor im Auffanglager bei Nostorf nahe Schwerin untergebracht. Wohnen werden die Asylbewerber in der Max-Matern-Straße. „Dort sind nach den Vorgaben des Landkreises vier Wohnungen hergerichtet worden“, so die Information aus dem Rathaus. Das sei sehr liebevoll passiert, dennoch galten dafür auch strenge finanzielle Vorgaben. Es steht also nur das Nötigste in den Unterkünften, sodass die Neuankömmlinge dort gerade einigermaßen anständig wohnen können. Eine nach hiesigen Verhältnissen üppige Einrichtung gibt es also nicht, im Gegenteil, eher spartanisch, aber zweckmäßig, hieß es. Stühle, Tische, Betten und Schränke stammen aus Möbelbörsen, sind also nicht neu, sondern gebraucht.

Das Blaue Kreuz, das die Betreuung der Asylbewerber übernommen hat, hat dafür gesorgt, dass auch Bettzeug, Geschirr, Töpfe und Putzzeug vorhanden sind. Für die Kinder stehen Betten bereit, und das Blaue Kreuz hat für die Kleinkinder Kuscheltiere auf die Betten gelegt und dazu Wickelkommode und Babybadewannen organisiert. Zur Verfügung steht auch eine Dolmetscherin, die Russisch als Muttersprache erlernt hat, aber schon lange Zeit in Deutschland lebt. Für die Familie aus Syrien hat das Blaue Kreuz eine Dolmetscherin organisiert, die Englisch spricht.