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Flüchtlingsjunge entschuldigt sich bei Mädchen

Ein afghanischer Junge hatte vergangene Woche ein Mädchen in einem Ueckermünder Jugendhilfezentrum sexuell belästigt. Dafür hat sich der 16-Jährige nun entschuldigt. Das 14-jährige Mädchen hat sich von dem Vorfall noch nicht erholt.

Im Ueckermünder Jugendhilfezentrum sollen weiterhin deutsche Jugendliche und Flüchtlingskinder gemeinsam untergebracht werden.
Uta Bilaczewski Im Ueckermünder Jugendhilfezentrum sollen weiterhin deutsche Jugendliche und Flüchtlingskinder gemeinsam untergebracht werden.

Der Flüchtlingsjunge, der in der vergangenen Woche im Ueckermünder Jugendhilfezentrum ein 14-jähriges Mädchen belästigte, hat sich entschuldigt. Das erklärte die Mutter des Mädchens. "Er hat sich schriftlich für sein Verhalten entschuldigt", sagte sie auf Nachfrage des Nordkurier. Ihre Tochter habe sich nach dem Vorfall in der Einrichtung aber noch nicht wieder vollständig erholt.

Kritik übte die Frau an den Aussagen der Polizei, die den Vorfall verharmlost hätten. Laut Polizei habe der 16-jährige ihre Tochter umarmt, geküsst und ihr an den Po gefasst. Der Mutter zufolge habe der Junge die 14-Jährige zudem an der Brust berührt. Außerdem hält die Mutter den Vorwurf aufrecht, dass man Flüchtlingskinder, die ohne Eltern nach Deutschland kommen, nicht in einer Hilfeeinrichtung unterbringen könne, in der schon deutsche Jugendliche mit großen Problemen lebten.

Kreispressesprecher Achim Froitzheim bekräftigte noch einmal, dass der Landkreis unbegleitete Flüchtlingskinder nach gesetzlichen Kriterien unterbringen muss. "Das können und dürfen wir nur in entsprechenden Facheinrichtungen, in denen ausschließlich pädagogisch qualifiziertes Fachpersonal beschäftigt ist", sagte der Behördensprecher. Flüchtlingskinder würden keine Extra-Betreuung genießen. "In Kindergärten und Schulen sowie Jugendhilfeeinrichtungen werden deutsche und ausländische Kinder und Jugendliche nicht getrennt betreut", so Achim Froitzheim.