Drogenmissbrauch:

Landeskriminalamt vermutet Modedroge Spice als Todesursache

Die Droge Spice ist bei Jugendlichen sehr beliebt. Der tote Ueckermünder, der vor ein paar Tagen gefunden worden ist, wird jetzt damit in Verbindung gebracht.

Rettungssanitäter aus Ueckermuende mussten in den vergangenen Tagen einige Mal ausrücken, um "Spice"-Opfer zu behandeln.
Archiv/NIemann Rettungssanitäter aus Ueckermuende mussten in den vergangenen Tagen einige Mal ausrücken, um "Spice"-Opfer zu behandeln.

Hat die Modedroge Spice ein Menschenleben gekostet? Ist der 33-jährige Ueckermünder, der vor ein paar Tagen in einer Wohnung tot aufgefunden worden war, an den Folgen des Konsums dieser gefährlichen Mischung gestorben?

Die Polizei in Anklam möchte darüber nicht spekulieren, verweist auf die laufenden Ermittlungen der Neubrandenburger Staatsanwaltschaft. Offener gibt sich in dem Fall jedoch das Landeskriminalamt (LKA) Mecklenburg-Vorpommern. Die aktuellen Fälle von ernsthaften Vergiftungserscheinungen, die im Krankenhaus endeten, bis hin zu einem Todesfall in Ueckermünde liessen nach derzeitigem Erkenntnisstand vermuten, dass diese mit dem Konsum sogenannter „Legal Highs“ im Zusammenhang stünden, teilt die Behörde mit. Laut LKA haben diese Drogen harmlose Bezeichnungen wie Spice, Cybernautic Vanilla oder Jungle Flower.

Nach Ansicht von Axel Falkenberg, Sprecher der Polizeiinspektion Anklam, sind die momentanen Fälle „nur die Spitze des Eisbergs“. „Diese Drogen gibt es hier schon seit etwa 2009. Nicht jeder, der diese Mischungen konsumiert, landet aber gleich im Krankenhaus. Zurzeit scheinen sie hier wieder total In zu sein bei jungen Leuten.“ Eine offene Drogenszene gebe es in Vorpommern zwar nicht, aber Mischungen wie Spice könne man in jedem Dorf bekommen, ohne Probleme, so der Polizeisprecher. Diese Modedrogen – ein 3-Gramm-Päckchen soll etwa um die 30 Euro kosten – würden nach ersten Erkenntnissen vor allem aus Osteuropa nach Deutschland kommen.

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