Ueckermünde-Ost:

Fragen Sie den Bürgermeister!

Wenn die Einwohner von Ueckermünde-Ost etwas auf dem Herzen haben, dann kommen sie in die Sprechstunde von Gerd Walther im Freizeitzentrum. Geduldig, aufgeschlossen und eloquent stellt sich der Bürgermeister auch unangenehmen Fragen.

Gerd Walther hört aufmerksam zu, wenn die Bürger ihre Anliegen vortragen. Das Käffchen ist inklusive.
Robert Huger Gerd Walther hört aufmerksam zu, wenn die Bürger ihre Anliegen vortragen. Das Käffchen ist inklusive.

„Da soll man sich nicht aufregen?“, fragt Bärbel Blaschek ganz direkt. „Doch, dafür sind sie ja hier“, entgegnet Gerd Walther mit sanftmütiger Ruhe. Es geht um vermeintlich unnötige Renovierungsarbeiten in ihrer ehemaligen Wohnung im Belliner Block. Warum die Frau ihre Räumlichkeiten erneuern musste, obwohl der Abriss des Wohnblocks schon beschlossene Sache war, ist auch für den Bürgermeister nicht ganz schlüssig. Noch unverständlicher ist aber die Tatsache, dass sie ihre Wohnung nicht an einen anderen Mieter des Hauses übergangsweise weitervermitteln durfte. Gerd Walther will sich darum kümmern: „Das kläre ich ab. Das wird auch andere Mieter bewegen.“

Weiter gibt er einen kleinen Ausblick wie die Zukunft dort aussehen könnte: „Wir wollen gezielt über einen Neubau sprechen“, so Walther, „und wir wollen Ueckermünde-Ost als Wohnstandort weiterentwickeln.“ Er denkt an vielleicht drei bis vier Wohneinheiten, die dann auch behindertengerecht sein würden. Am Ende kann Bärbel Blaschek schon wieder lachen. Ihr Kummer ist ein wenig verflogen.

"Der Schneepflug ist zu klein"

Kaum ist die Frau verabschiedet, steht schon die nächste Bürgerin vor der Tür. Sie hat gleich mehrere Anliegen: eine Eiche, den Winterdienst und die Einkaufsituation vor Ort. Der große Baum, um den es zu erst geht, müsste dringend mal wieder fachmännisch zurechtgestutzt werden. „Das bekommen wir hin“, verspricht Walther. Dieser Punkt ist also schnell abgehakt. Das zweite Problem ist der angeblich zu klein geratene Schneepflug des Winterdienstes. Im Winter bleibe nämlich in der Mitte der Winkelstraße ein Streifen liegen. Manche Autos liegen auf ihm sogar auf. Auch hier will der Bürgermeister die Anwohner unterstützen: „Ich mache mich kundig.“

Walthers Gast sorgt sich zudem noch um die älteren Menschen in Ueckermünde-Ost und deren Einkaufsmöglichkeiten. Seit Längerem wird über die Zukunft des Haff-Centers diskutiert. „Wir brauchen eine Alternative zum Haff-Center“, pflichtet Gerd Walther der Frau bei. „Ein Discounter würde den Bewohnern sicherlich entgegenkommen.“ Im Januar soll es eine größere Veranstaltung für und mit den Bürgern zu diesem Thema geben. Bis dahin kommt noch einiges an Arbeit auf den Bürgermeister zu.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung