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Frische Dollar-Brise für den Rolli-Segler

Die Idee hat schon so viele Menschen begeistert, dass man sie einfach unterstützen muss. Und so flatterten dem Rolli-Segler aus Ueckermünde jetzt 3000 Dollar ins Haus.

Die „Wappen von Ueckermünde“ liegt im Moment in der Werft in Wolgast.
ZVG Die „Wappen von Ueckermünde“ liegt im Moment in der Werft in Wolgast.

Dieses Gefühl wunderbarer Leichtigkeit und unsichtbarer Kraft – die „Wappen von Ueckermünde“ lässt auch Rollstuhlfahrer die Faszination des Segelns erleben. Derzeit aber liegt sie wie ein gestrandeter Wal in der Werft in Wolgast. Schuld daran ist nicht nur der routinemäßige Schiffs-TÜV, sondern auch eine neue EU-Verordnung. Sie stellt höhere Anforderungen an die Sicherheit von Schiffen, die Personen befördern, und dazu gehört der Rolli-Segler natürlich auch.

Für TÜV und Sicherheitszertifikat müssen zusammen etwa 15000 Euro auf den Tisch gelegt werden, was den Mitgliedern des Fördervereins schon im vergangenen Jahr gewaltige Sorgen machte. Deshalb suchten sie intensiv nach Fördergeldern – und bekamen jetzt von den Rotariern 3000 Dollar. Die hatten in ihrer internationalen Jacht-Gruppe 15000 Dollar Fördergelder für vorbildliche Bootsprojekte ausgeschrieben. Als einzelne Höchstsumme wurden 3000 Dollar ausgesetzt – die gingen jetzt an den Rolli-Segler.

TÜV und Anstrich

Der Schatzmeister des Fördervereins, Georg Führer, und Vorsitzender Horst Gollatz hatten beim Ausfüllen des vierseitigen Förderantrags nicht wirklich an den Erfolg geglaubt, jetzt sind sie um so glücklicher, denn mit dem Geld können die anstehenden Arbeiten zügig abgeschlossen werden. Beim Schiffs-TÜV werden derzeit die Ruderanlage und die Welle kontrolliert. Auch der Spezialanstrich am Schiffsrumpf wird erneuert. Er verhindert, dass sich Algen und Muscheln festsetzen.

Das Ganze dauert dieses Jahr übrigens schon ein wenig länger als sonst, weil wegen der Grippe-Welle ein großer Teil der Werft-Mitarbeiter im Krankenstand ist. Das ist aber kein Problem für die Rolli-Segler, denn die Segel-Saison geht ja erst im Mai los. Ende März soll das Schiff aus der Werft entlassen und wieder zu Wasser gelassen werden. Die erste Fahrt geht dann mit Kindern aus der Förderschule Ferdinandshof aufs Haff.

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