Alles noch viel schlimmer:

Ermittlungen im Fall der gefälschten Bio-Schweine laufen seit 2013

Nachdem der Nordkurier über einen möglichen Bio-Fleisch-Skandal in Vorpommern berichtete, werden nun Details bekannt. So laufen die Ermittlungen bereits seit anderthalb Jahren.

Schon 2013 gab es den ersten Verdacht auf einen Bio-Schwindel in Schweineställen in Vorpommern,
Bernd Wüstneck Schon 2013 gab es den ersten Verdacht auf einen Bio-Schwindel in Schweineställen in Vorpommern,

Dass die Ermittlungen in der Biofleisch-Branche große Dimensionen haben, zeigt allein schon die Tatsache, dass sich am Montag Till Backhaus (SPD) zu dem Thema zu Wort meldete. Der Schweriner Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister befürchtet durch die Vorgänge einen massiven Image-Schaden für die Biobranche in der Region. Außerdem sah sich der Minister zu der Klarstellung genötigt, die Kontrollsysteme, mit denen die Einhaltung der Bio-Standards geprüft wird, hätten funktioniert.

Was dann aber doch aufhorchen lässt: Das Verfahren gegen die beiden Landwirte aus Vorpommern läuft bereits seit November 2013. Damals waren einem Fachverein bei Kontrollen die Unregelmäßigkeiten aufgefallen, die Prüfer informierten das zuständige Landesamt. Seitdem laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft – wie lange noch, ist bislang nicht absehbar. Auch am Montag wollte die Staatsanwaltschaft keine näheren Angaben zu Details machen. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa hieß es lediglich, der vermutete Betrug sei „in Größenordnungen“ erfolgt. Am Tempo der Ermittler scheint auch Minister Backhaus seine Zweifel zu haben. Er erklärte: „Ich hoffe, dass die Staatsanwaltschaft nun zügig ihre Ermittlungen abschließt.“

Weiterführende Links

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung