Großeinsatz am Schweinemarkt:

Giftalarm mitten im Zentrum von Ueckermünde

Ueckermünde in heller Aufregung: Mitten im Zentrum am Schweinemarkt wurde am Montag Giftalarm ausgerufen, weil in der Post ein merkwürdiger Geruch aufgefallen war. Eine junge Frau hatte am ganzen Körper "dicke fette Pusteln".

Die Spezialisten vom Gefahrgutzug untersuchen die Räume der Post am Ueckermünder Schweinemarkt.
Lutz Storbeck Die Spezialisten vom Gefahrgutzug untersuchen die Räume der Post am Ueckermünder Schweinemarkt.

Einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst hat am Montag der Ueckermünder Schweinemarkt erlebt. Anlass dafür war ein Hilferuf einer jungen Frau, die seit 8 Uhr in der dortigen Post gearbeitet hatte und der ein merkwürdiger Geruch aufgefallen war. Gegen 13 Uhr hatten sich bei der jungen Frau am ganzen Körper "dicke fette Pusteln" herausgebildet. Vermutlich eine allergische Reaktion auf einen unbekannten Stoff.

Gegen 16.30 Uhr war die Feuerwehr vor Ort, unter anderem der Gefahrgutzug des Landkreises. Die Spezialisten entdeckten zwei verdächtige Pakete. In einem befand sich lediglich Papier, ein anderes Paket war als Gefahrgut deklariert, aber nach ersten Einschätzungen unbeschädigt. 

Substanzen in einem Paket?

Es könne jedoch sein, dass ein möglicherweise gefährliches Paket zuvor, gegen 13 Uhr, weiter nach Neustrelitz zu einem Verteilungszentrum gebracht worden war, hieß es von einer Postmitarbeiterin. Ob es gefährliche Substanzen gab und wo sie möglicherweise gelagert waren oder sind, müssen weitere Untersuchungen ergeben. Für den Ueckermünder Schweinemarkt gab es vorerst Entwarnung. Im Einsatz waren knapp 40 Feuerwehrleute, fünf Polizisten und zwei Mitarbeiter des Rettungsdienstes.

Nachdem die Feuerwehrleute die Filiale gelüftet hatte, konnte sie wieder freigegeben werden. Gefahren für die angrenzenden Häuser und deren Bewohner bestand nicht. Im Rahmen des Einsatzes wurden Straßen in der Altstadt von Ueckermünde für den Verkehr gesperrt. Weitere Personen wurden nicht verletzt.

Unterdessen wurden auch die mit einem LKW in das Paketzentrum Neustrelitz transportierten Pakete der Ueckermünder Filiale untersucht. Zu diesem Zweck kam der Gefahrgutzug der Feuerwehr in Neustrelitz zum Einsatz und entlud gegen 20 Uhr den kompletten LKW. Auch hierbei konnte kein Paket als Ursache festgestellt werden.