Kaufhaus:

Großer Umbau soll sterbendes Haff-Center retten

Mehr gelitten als geliebt, musste das Haff-Center in Ueckermünde Ost in diesem Jahr viel Schmäh über sich ergehen lassen. Das soll im nächsten Jahr anders werden. Es gibt ganz neue Baupläne. Aber noch viel mehr soll abgerissen werden.

Einkaufen im Haff-Center: Bisher ist es dort etwas trist, aber das soll sich ändern.
Simone Weirauch Einkaufen im Haff-Center: Bisher ist es dort etwas trist, aber das soll sich ändern.

Verwalter Jan Glöe breitet die Karten mit den neuen Center-Plänen auf dem Tisch im Café aus. Der große, schlaksige Mann mit Sakko und Krawatte fällt auf im Haff-Center. Das Café ist für die Leute in Ueckermünde Ost ein beliebter Treffpunkt. Viele, die sich auf einen Kaffee und einen Plausch einfinden, glauben jedoch nicht mehr daran, dass noch etwas Entscheidendes passiert im Haff-Center. Dass das Sterben des Einkaufszentrums aufgehalten werden kann. Vielleicht wünschen sie sich deshalb den Neubau eines Shoppingcenters in der Belliner Straße. Aber mit Wünschen ist das so eineSache.

Auch Jan Glöe sitzt gern im Haff-Center und trinkt seinen Kaffee. Er glaubt an die Zukunft dieses Einkaufszentrums. Elf Mieter hat er noch unter Vertrag. Die Schlecker-Insolvenz und der Weggang von Deichmann haben das Center nicht gerade attraktiver gemacht. Und die verbleibenden Mieter stöhnen unter den hohen Betriebskosten. Das soll alles anders werden. Glöe will jetzt nicht mehr auf eine Zusage des Drogeriemarktes DM warten: „Wir können den Zustand nicht so belassen, bis irgendwann einmal die Diskussion um ein neues Einkaufscenter beendet ist.“

„Wir beginnen am 1. Februar"

Er wartet stattdessen mit ganz neuen Plänen auf und will jetzt mit den vorhandenen elf Mietern umbauen. Denen hat er bereits seine Atrium-Lösung vorgestellt. Kern des neuen Umbauplanes ist ein Rückbau. Ein Teil des Haff-Centers wird abgerissen, von 4500 auf 4000 Quadratmeter wird es verkleinert. Stattdessen entstehen 44 Parkplätze, quasi eingebettet ins Center. Die Geschäfte von Tedi und NKD (zieht in alten Deichmann-Laden) sind dann direkt vom Parkplatz aus zu erreichen, eine Glasüberdachung zieht sich über die gesamte neue Eingangsfront. Links entsteht ein neuer Zentraleingang. Das alles soll bis Ostern fertig werden. Glöe strahlt Optimismus aus. „Wir beginnen am 1. Februar, die Finanzierung ist gesichert.“ 400 000 Euro soll der erste Schritt kosten. Danach soll es weitergehen im hinteren Teil des Centers. Dort werden 300 bis 700 Quadratmeter Marktfläche geschaffen. Natürlich wünscht er sich einen Drogeriemarkt dorthin.

Wie gesagt: Jeder hat so seine Wünsche. Auch die Mieter im Haff-Center. Sie werden darum gern vernommen haben, dass die Betriebskosten durch den Umbau um 35 Prozent gesenkt werden. Das stellt Glöe in Aussicht. Allein für Reinigung, Brandschutz und Energie fallen demnach jährlich 30 000 Euro weniger an. Übrigens verwahrt sich Glöe gegen die Behauptung, die Mieter im Center müssten ihr Heizöl selbst kaufen. Das sei rufschädigend.

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