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Haben alle Hundehalter bei uns eine Tüte dabei?

Wenn Hunde ihr Geschäft auf dem Rasen verrichten, ist das ärgerlich. Jedenfalls dann, wenn der Hundebesitzer nicht dafür sorgt, dass die Hundehaufen ordnungsgemäß in einen Beutel gepackt und dann entsorgt werden.

Wie Hans-Jörg Föhre machen es die allermeisten Ueckermünder Hundebesitzer. Sie sammeln die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner vom Rasen oder Gehweg. Aber es gibt auch Ausnahmen.
Lutz Storbeck Wie Hans-Jörg Föhre machen es die allermeisten Ueckermünder Hundebesitzer. Sie sammeln die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner vom Rasen oder Gehweg. Aber es gibt auch Ausnahmen.

719 offiziell gemeldete Hunde gibt es in Ueckermünde. Das spricht für die Tierliebe der Haffstädter. Das ist andererseits nicht unproblematisch. Denn Hunde fressen nicht nur, sondern müssen auch ihr Geschäft verrichten. Normalerweise im Freien, und normalerweise müsste der Hundehalter immer eine Tüte bei sich haben, damit der Hundehaufen nicht auf dem Rasen, dem Gehweg oder der Straße liegen bleibt.

Für Hans-Jörg Föhre aus Ueckermünde ist dies eine Selbstverständlichkeit. Wenn er mit seinem Jack-Russell-Terrier unterwegs ist, hat er immer eine Hundetüte in der Tasche. „Schließlich bin ich selbst schon oft in einen Hundehaufen getreten – das ist nicht schön, das weiß jeder“, sagt er.

Die "schwarzen Schafe" unter den Hundehaltern

Die allermeisten Ueckermünder Hundebesitzer wissen das auch und verhalten sich auch so, dass es nichts zu meckern gibt. „Sie haben die Leine dabei, die Steuermarke und auch einen Beutel für den Fall der Fälle“, sagt Berit Antusch vom Ueckermünder Ordnungsamt. Doch es gibt auch die „schwarzen Schafe“ unter den Hundehaltern. Die zu erwischen, das sei schwierig. „Wenn zum Beispiel der Beutel für den Hundekot fehlt, gibt es höchstens eine mündliche Verwarnung“, sagt sie. Wenn Hund und Halter gewissermaßen auf frischer Tat ertappt werden, wird ein Bußgeld verhängt. Doch das sei die Ausnahme – leider. „Es sind nicht mal zehn Fälle im Jahr, in denen jemand ertappt wird“, sagt Berit Antusch.

Dass sie keinen Beutel dabei haben, kann mittlerweile nicht mehr als Ausrede von säumigen Hundebesitzern genutzt werden. Eigentlich. Denn im gesamten Stadtgebiet stehen zehn so genannte Hundetoiletten. Behälter, die Tüten enthalten. Etwa 6000 davon bestellt die Stadt pro Jahr. Was nicht heißt, dass die Beutel im Notfall auch tatsächlich immer griffbereit sind. Denn Unbekannte reißen immer wieder mal die Tüten aus den Behältern und verstreuen sie dann in der Gegend.