FKK-Foto-Vorwurf nicht haltbar:

Polizei spricht Platzverweis wegen Alkohols aus

Am FKK-Strand in Ueckermünde sollen drei Asylbewerber mit ihren Handys Fotos von Nackt-Badern gemacht haben. Die Polizei rückte an und nahm die Mobiltelefone der Männer genau unter die Lupe.

Asylbewerber standen zunächst im Verdacht, heimlich in Ueckermünde FKK-Anhänger fotografiert zu haben.
Stefan Sauer/Archiv Asylbewerber standen zunächst im Verdacht, heimlich in Ueckermünde FKK-Anhänger fotografiert zu haben.

Können sich FKK-Liebhaber am Ueckermünder Haffstrand nicht mehr sicher fühlen vor unliebsamen Gaffern, die auch noch heimlich Fotos von den Nackten machen? Wegen dieses Vorwurfs sind Asylbewerber ins Visier der Ueckermünder Polizei geraten. "Der Verdacht hat sich aber nicht bestätigt", sagte Axel Falkenberg, Sprecher der Polizeidirektion Anklam.

Nach seinen Angaben hatte ein 52 Jahre alter Mann die Polizei in Ueckermünde informiert, dass drei Männer im FKK-Bereich des Haffbades mit ihren Handys Fotos machen würden. Beim Eintreffen am Strand griffen die Ueckermünder Polizisten die Männer auch auf. Laut Falkenberg handelte es sich in der Tat um drei Asylbewerber im Alter von 21, 31 und 33 Jahren.

Platzverweis ausgesprochen

"Sie standen unter Alkoholeinfluss. Die Beamten haben dann die Handys der Männer überprüft, dabei aber keine Bilder von FKK-Badern festgestellt", sagte der Sprecher. Auf den Handys seien Bilder von Landschaften und Selfies gespeichert gewesen; diese Fotos hätten deshalb nicht gelöscht werden müssen. Den drei Männern sei für den einen Tag jedoch ein Platzverweis ausgesprochen worden.

Falkenberg betonte, dass das heimliche Fotografieren an FKK-Stränden aber kein Problem sei, das nur mit Ausländern in Verbindung gebracht werden dürfe. "Das machen Deutsche genauso. Diese Unsitte nimmt leider zu. Es ist daher gut und wichtig, dass Leute, die beobachten, dass offensichtlich heimlich fotografiert wird, egal ob nackte Kinder oder FKK-Bader, sofort die Polizei informieren", sagte der Sprecher der Polizeiinspektion.