Seebad Ueckermünde:

Haff-Hoteliers wollen bei Kurtaxe mitreden

Ueckermünde ist Seebad, und das soll sich möglicherweise auch in einer erhöhten Kurabgabe niederschlagen. Die Hoteliers würden bei diesem Thema vor einer Entscheidung aber gern angehört werden. Denn einige Bedenken haben sie.

Einweihung des neuen Ueckermünder Ortseingangsschildes mit Bürgermeister Gerd Walther und Ministerpräsident Erwin Sellering. Der Titel sei Anlass, über eine Veränderung der Kurabgabe zu entscheiden, heißt es - und das wollen die Stadtvertreter am Donnerstag tun.
Foto: Lutz Storbeck/Archiv Einweihung des neuen Ueckermünder Ortseingangsschildes mit Bürgermeister Gerd Walther und Ministerpräsident Erwin Sellering. Der Titel sei Anlass, über eine Veränderung der Kurabgabe zu entscheiden, heißt es - und das wollen die Stadtvertreter am Donnerstag tun.

Auch um Geld geht es am Donnerstag, wenn die Ueckermünder Stadtvertreter tagen. Genauer: um die Kurabgabe. Dafür besteht zwar bereits eine Satzung. Weil aber die Stadt Ueckermünde mittlerweile den Titel Seebad trägt, soll sich das auch in einer möglicherweise erhöhten Kurabgabe niederschlagen. Und darum soll die entsprechende Satzung geändert werden. So weit, so gut. Dass die Stadt alles tut, um zu mehr Einnahmen zu kommen, ist löblich. Allerdings seien sie bislang nicht so richtig in die Diskussion einbezogen worden, sagen Hoteliers und andere Touristiker aus Ueckermünde.

Wie Dirk Klein von der Hotel & Ferienanlage Haffhus. „Nicht, dass wir grundsätzlich einer Änderung der Kurabgabe kritisch gegenüberstehen“, betont er. Aber er fragt in Richtung Stadtvertretung.: „Aber sollten Sie nicht vor einer möglichen Änderung mit denjenigen eine Diskussion führen, die auch hauptsächlich an der Einnahme der Kurabgabe beteiligt sind?“ Befremdlich aber, sagt Dirk Klein, seien dennoch einige Punkte. So zum Beispiel leuchtet ihm nicht ein, dass auch Kurzübernachtungsgäste Kurtaxe zahlen sollen. „Dann erscheint mir die kurabgabefreie Nutzung beispielsweise des Haffbades für Tagesgäste eine vermeintliche Ungleichstellung beider Gruppen“, argumentiert Klein.

Zudem sei zu fragen, welche Leistungen der Urlaubsgast dafür erhält, dass er die Kurabgabe zahlt. „Kurkonzerte wie auf den Inseln sind bei uns Fehlanzeige. Wenn Schlosshofkonzerte überhaupt stattfinden, dann sind sie für den Urlauber kostenpflichtig. Der Musiksommer auf dem Markt kann auf Grund der Finanzierung durch den Stadtkrug auch nur auf eher unterklassige Künstler verweisen“, sagt Dirk Klein.

Und eines erscheint ihm nahezu anrüchig: Kostenpflichtige WC-Benutzung kennt der Urlauber aus anderen Urlaubsorten mit Kurabgabepflicht ebenfalls nicht. Die Schlussfolgerung von Dirk Klein: „Es sollte das Interesse der Kommune sein, dass sich die touristischen Betriebe mit der Kurtaxe identifizieren können, denn es gibt kein Kontrollorgan, außer uns.“

Insofern dürfte es noch Diskussionen zu diesem Thema geben, an denen die Touristiker mehr als bislang Geschehen beteiligt sein wollen.

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