Was hat das Verteidigungsministerium tatsächlich geplant?:

Hartnäckige Gerüchte um die Bundeswehrkaserne Karpin

Über die Zukunft der leerstehenden Kaserne im Eggesiner Ortsteil Karpin wird derzeit wieder eifrig diskutiert. Bürgermeister Dietmar Jesse möchte Klarheit, weil Investitionen geplant sind. Was sagt das Verteidigungsministerium dazu?

Auf dem großen Areal der einstigen Bundeswehrkaserne in Eggesin-Karpin hat die Stadt einige Investitionen geplant.
Katja Richter Auf dem großen Areal der einstigen Bundeswehrkaserne in Eggesin-Karpin hat die Stadt einige Investitionen geplant.

Die Gerüchte um den Wiedereinzug der Bundeswehr in die einstige Artillerie-Kaserne im Eggesiner Ortsteil Karpin reißen nicht ab. Im Zuge der Heraufstufung des Standortübungsplatzes in Jägerbrück zum Truppenübungsplatz im neuen Jahr sollen nicht nur einige Millionen in die Infrastruktur investiert werden. Es sollen, so heißt an vielen Ecken der Randowstadt, eine polnische Panzereinheit oder gar eine Hubschrauberstaffel der US-Streitkräfte in die leerstehende Kaserne einziehen.

Bürgermeister Dietmar Jesse (CDU) hört von diesen Vermutungen nahezu täglich. Er sagt, dass es für Eggesin natürlich ein Segen wäre, wenn die Kaserne künftig wieder von Soldaten genutzt würde. "Allerdings habe ich auch nicht mehr als diese Gerüchte gehört", sagt der Rathauschef.

"Wir haben in Karpin einiges vor"

Was sich Dietmar Jesse aber momentan mehr wünscht, ist Klarheit in Sachen Karpin. Denn die Stadt Eggesin möchte einen Teil des großen Areals, das im September 2015 an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) übergegangen war, gewerblich nutzen. "Wir haben in Karpin einiges vor und würden schon gern wissen, was für Pläne die Bundeswehr hat", sagt der Bürgermeister.

Glaubt man den Worten aus dem Verteidigungsministerium in Berlin, dann werden vorerst keine Soldaten in Karpin einziehen. "Es gibt aktuell keine Pläne für eine Nutzung dieser Kaserne durch die Bundeswehr", sagt eine Sprecherin. Kräftig Geld fließen soll aber in den Truppenübungsplatz Jägerbrück. Im Ministerium rechnet man mit einer Investition in zweistelliger Millionenhöhe.

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