Polizei ermittelt wegen Brandstiftung:

Hat der Feuerteufel schon wieder zugeschlagen?

Gleich zwei Brände am Haff beschäftigten die Feuerwehren am Wochenende. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung.

Noch immer ist der Brandstifter, der in den vergangenen Wochen am Haff gewütet hat, nicht gefasst. Am Wochenende mussten die Feuerwehrleute erneut zu Einsätzen. Gehen die beiden jüngsten Brände auch auf das Konto des Feuerteufels?
Christopher Niemann Noch immer ist der Brandstifter, der in den vergangenen Wochen am Haff gewütet hat, nicht gefasst. Am Wochenende mussten die Feuerwehrleute erneut zu Einsätzen. Gehen die beiden jüngsten Brände auch auf das Konto des Feuerteufels?

War am Wochenende wieder der Feuerteufel am Haff aktiv? Das kann noch nicht mit Bestimmtheit gesagt werden. In der Nacht zum Montag jedenfalls brannte gegen 3 Uhr eine Gartenlaube im Ueckermünder Heideweg. Als die Polizei und die Ueckermünder Feuerwehr mit 21 Kameraden eintrafen, stand dort eine acht mal vier Meter große Laube bereits voll in Flammen. Nach Auskunft von Roland Till, dem Chef der Ueckermünder Feuerwehr, konnten die Kameraden  in dem Fall einen größeren Schaden nicht verhindern. Das Feuer brannte lichterloh. Seinen Beobachtungen nach ist das Feuer offenbar im Pumpenhaus entstanden, wo das Hauswasserwerk stationiert war. Von dort aus hat das Feuer dann auf die benachbarte Laube übergegriffen und dort gewütet. Im Pumpenraum, sagt Roland Till, hat er den größten Abbrand festgestellt. Ob das nun Brandstiftung war? Der Feuerwehrchef wollte sich da nicht festlegen. Menschen wurden zum Glück durch den Brand  nicht verletzt. Den Schaden schätzt die Polizei auf etwa 4000 Euro.

Die Beamten ermitteln jetzt, weil sie Brandstiftung vermuten. Was naheliegend ist, denn nicht weit von der Brandstelle entfernt hatte vor Tagen ein bislang nicht ermittelter Brandstifter mehrfach gezündelt. Für die Ueckermünder Wehr war der Einsatz, der 60. seit Jahresbeginn, gegen 6 Uhr beendet.


Dass es Brandstiftung war, was da in einem Mischwald bei Rieth zu einem kleinen Brand geführt hat, davon geht Jan Schröder aus, der Vize-Amtswehrleiter des Amtes „Am Stettiner Haff". „Die Bedingungen, die wir da vorgefunden haben, sprechen dagegen, dass sich da etwas von allein entzündet hat. Es war eine kleine schattige Stelle, so eine Glasscherbe hätte da nichts angerichtet", sagt der Vize-Amtswehrführer. Dass dort jemand mit Absicht Feuer gelegt hat, das steht für Schröder so gut wie fest. Ganz in der Nähe der Brandstelle, die nur ein paar Meter neben der Straße liegt, war ein kleiner Trampelpfad zu entdecken.  Und wie Schröder sagte, kursieren in der Gegend auch schon Gerüchte, wer denn da im Wald gezündelt haben könnte. Ab und an ist dann auch von einer Person die Rede, die in Ueckermünde-Ost wohnen soll. „Aber das sind eben Gerüchte - darauf kann man nicht viel geben", sagte Schröder.
Beim Einsatz im Wald waren insgesamt 17 Feuerwehrleute aus Rieth, Ahlbeck und Luckow dabei. Die Riether konnten die Flammen schnell unter Kontrolle bringen, so dass für die anderen Kameraden zum Glück nicht viel zu tun war.

 

 

 

 

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