Viele Kiefern, trockener Boden:

Höchste Waldbrandgefahr im Südkreis

Sonne und Wind haben die Böden in den Wäldern Vorpommerns so weit ausgetrocknet, dass das Forstamt Torgelow die Waldbrandgefahr auf die höchste Stufe gesetzt hat. Südlich der Peene ist die Gefahr besonders groß.

Zwischen jungen Kiefern wächst Gras, das sich leicht entzünden kann. Die Folge: brennende Bäume.
Susan Ebel / dpa Zwischen jungen Kiefern wächst Gras, das sich leicht entzünden kann. Die Folge: brennende Bäume.

Dreimal hat es schon gebrannt. Vergangenen Donnerstag ging bei Viereck ein Stück Wald in Flammen auf, am Samstag brannte es zunächst in einem Waldstück zwischen Torgelow und Liepgarten, am Nachmittag in der Nähe von Meiersberg.

In dieser Woche stufte das Forstamt Torgelow die Waldbrandgefahr nun auf Stufe fünf ein - das ist die höchstmögliche Stufe. Doch warum ist die Gefahr in der Region so groß? "Wir haben 70 Prozent Kiefern, davon viele junge Bestände", sagt Forstamtsleiter Thomas König. Die seien besonders gefährdet, weil dazwischen Gras wachse, und das könne sich leicht entzünden.

"Wenn das Gras schon grün wäre, wäre die Brandgefahr nicht so hoch, aber wir haben noch Gras vom letzten Jahr - das brennt wie Zunder", sagt er. Außerdem seien bei den jungen Kiefern die Äste so nah über dem Boden, dass sie ebenfalls leicht Feuer fingen.

Geringeres Risiko nördlich der Peene

Nördlich der Peene wird das Waldbrandrisiko deutlich geringer eingeschätzt. Das Forstamt Poggendorf sieht es bei Stufe drei - das bedeutet mittlere Gefahr. König erklärt die unterschiedliche Bewertung mit der unterschiedlichen Beschaffenheit des Bodens. "Südlich der Peene haben wir Sandboden, der trocknet besonders schnell aus", sagt er.

Im Norden bestehe der Boden dagegen aus schwerem Lehm, der Feuchtigkeit länger speichern könne und zudem nahrhafter sei. Das fördere das Pflanzenwachstum und das sei mit der beste Brandschutz.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung