Armin heizt Renate ein:

Holz vor der Hütte

Manche Eheversprechen verflüchtigen sich wie der Staub im Wind. Andere halten ein Leben lang. Dazu gehört auch das Versprechen von Armin Peter, das er einst seiner Renate kurz nach der Eheschließung gab: Schatz, wir haben immer genug Holz vor der Hütte.

Armin Peter sorgt seit Jahrzehnten für sich sowie für seine Frau und für die Tochter vor: Alljährlich im Frühjahr fährt der 74-Jährige in den Wald und schlägt immer etwas mehr Holz ein, als über Winter verbraucht wurde.
Foto: Rainer Marten Armin Peter sorgt seit Jahrzehnten für sich sowie für seine Frau und für die Tochter vor: Alljährlich im Frühjahr fährt der 74-Jährige in den Wald und schlägt immer etwas mehr Holz ein, als über Winter verbraucht wurde.

Zwei Luftheizöfen, die gleich mehrere Räume beheizen, sowie eine Kochmaschine sorgen in der kalten Jahreszeit im ganzen Haus von Armin Peter für Wärme und Behaglichkeit. „So lange wir verheiratet bleiben, wirst du immer zu brennen haben“, hatte Armin Peter  vor rund 40 Jahren seiner damals jung angetrauten Renate versprochen. So ein Versprechen gilt fürs Leben. Im Januar oder Februar geht Armin Peter zu Förster Jarchow und fragt nach „seinem Holz“. Gemeint sind jene Bäume in den Wäldern rund um die Gemeinde Jatznick, die der Forstmann für den Brennholzeinschag freigibt. „Mit dem eigenen Traktor und Anhänger hole ich dann alles nach Hause, säge die Stämme mit der Kreissäge und zerkleinere die Kloben dann mit dem Holzspalter.“

Im Durchschnitt holt der Sandförder bis zu 30 Raummeter Holz aus dem Wald. Verheizt werden über das Jahr um die 25 Festmeter – je nach Witterung. Auf jeden Fall, so sagt  Armin Peter, werbe er jährlich immer etwas mehr Holz, als über Winter verbraucht wird. So wächst der Berg in Höhe und Länge.

Der riesige Holzberg, 30 oder 35 Meter lang, sei sogar schon einmal einem Berliner Holzhändler aufgefallen, der einige Ladungen kaufen wollte. „Wir aber verkaufen nicht; das alles ist Eigenbedarf.“

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