Nördlichsten Punkt der Ostsee umrundet:

Hurra! Oeli ist wieder zuhause!

Drei Monate lang erkundete der 82-jährige Seemann Oeli die Weiten der Ostsee. Jetzt ist er wieder in seinen Heimat-Hafen eingelaufen. In Ueckermünde wurde er begrüßt wie ein König.

Oeli liebt sein Boot und seine Gitarre. Logisch, dass er bei seiner Ankunft in Ueckermünde gleich ein Lied durch den Hafen schmetterte.
U. Bilaczewski Oeli liebt sein Boot und seine Gitarre. Logisch, dass er bei seiner Ankunft in Ueckermünde gleich ein Lied durch den Hafen schmetterte.

Da hat bloß noch der rote Teppich gefehlt. Mit großem Bahnhof wurde Wolfgang Oelschlägel Mittwochnachmittag von seinen Vereinsmitgliedern des Ueckermünder Yachtclubs empfangen. Etliche seiner Segelfreunde hielten an der Uecker bereits nach ihm Ausschau. Zwei Boote fuhren sogar aufs Haff hinaus, um ihn gebührend zu begrüßen.

Etwa drei Monate lang war der 82-Jährige auf großer Ostsee-Tour unterwegs. 2471,4 Seemeilen haben er und seine "Oma" - so hat er sein Schiff vor Jahrzehnten liebevoll getauft - zurückgelegt. Ganz alleine hat Oeli sein Ziel, den nördlichsten Punkt der Ostsee, erreicht. Da gehört schon was zu, waren sich seine Segelfreunde einig. Und das in dem Alter.

Erst auf der Rücktour hatte Oeli Begleitung. Mitsegler Walter leistete ihm Gesellschaft. Ein bisschen dünner schien der 82-Jährige bei seiner Ankunft schon, aber ansonsten erfreute er sich bester Gesundheit. Ein einsamer Wolf(gang), das war der Segler bei seiner Ankunft nicht. Mit Musik, Sekt und Geschenken haben ihn die Mitglieder des Ueckermünder Yachtclubs empfangen und den sonst so taffen Mann zu Tränen gerührt.