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Im Gutshaus haben jetzt alle beste Laune

Seit ein paar Wochen ist das Ferdinandshofer Gutshaus bewohnt. Der Diakonie Pflegedienst hat sich in dem geschichtsträchtigen Haus eingemietet, die Mitarbeiter sind total happy. Am kommenden Dienstag laden sie ein zum Tag der offenen Tür.

Gerhard Dannenberg unterhält die Runde mit seinem Akkordeon. Der 94-Jährige aus Eichhof ist neu in der Diakonie in Ferdinandshof.
Thomas Krause Gerhard Dannenberg unterhält die Runde mit seinem Akkordeon. Der 94-Jährige aus Eichhof ist neu in der Diakonie in Ferdinandshof.

Hier muss noch eine Gardinenstange angebracht werden, dort ein Bild: Ein paar Kleinigkeiten sind noch zu erledigen im neuen Haus der Diakonie-Pflegedienst gGmbH in Ferdinandshof. „Angekommen“ sind die Mitarbeiter aber schon mit dem ersten Tag nach dem Umzug von der Bahnhofstraße in das Gutshaus auf dem einstigen Remonte-Gut.

„Wir sind so froh, hier haben wir jetzt Top-Bedingungen und auch viel mehr Möglichkeiten für unsere Bewohner“, sagt die Ferdinandshofer Pflegedienstleiterin Karin Hahn. Der 52-Jährigen ist es zu verdanken, dass die Diakonie jetzt im denkmalgeschützten Gutshaus eingezogen ist: Sie gab ihrer Chefin einst den Tipp, sich mal das leer stehende Haus anzuschauen. Danach ging alles ziemlich schnell, und am Ende waren alle froh. Die Gemeinde hatte einen Mieter für das teuer sanierte Gutshaus gefunden, die Diakonie ein Gebäude, das ihren Anforderungen entsprach.

Auf der unteren Etage hat der ambulante Pflegedienst mit Tagesbetreuung seinen Platz; oben gibt es drei Apartments und Räume für ein so genanntes Pflegehotel. „Die drei Zimmer sind schon vermietet, am 1. Dezember ziehen die Leute ein“, sagt Karin Hahn. Insgesamt 15 Mitarbeiter sind für die Diakonie in Ferdinandshof zuständig. Fünf Frauen seien mit dem Umzug zusätzlich eingestellt worden. „Es kann sein, dass weitere folgen“, sagt Hahn.

Hellauf begeistert vom neuen Diakonie-Haus ist Gerhard Dannenberg. Der 94-Jährige aus Eichhof war vorher in der Tagesbetreuung in Torgelow. Als er hörte, dass die Diakonie ins Gutshaus in Ferdinandshof einzieht, stand für ihn fest: Da will ich auch hin! „Hier ist es viel schöner als in Torgelow“, erzählt er und erntet sogleich Zustimmung von Ingelore
Schneider, die vorher ebenfalls die Tagespflege in Torgelow nutzte und nun nach Ferdinandshof wechselte. „In Torgelow war es immer so laut, hier ist es viel ruhiger“, sagt sie. Die beiden „zanken“ sich noch ein wenig, wer denn zuerst auf die Idee mit Ferdinandshof gekommen ist und müssen dann lauthals lachen. Die Stimmung ist bestens.

Spürbar verbessert hat sich auch die Stimmung der Mitarbeiter, sagt Karin Hahn. Im einstigen Haus in der Bahnhofstraße habe es für die Diakonie-Angestellten nur einen Raum gegeben: das Büro. „Dort hat sich allesabgespielt, aber am Ende ging es einfach nicht mehr“, sagt die Leiterin. Im Gutshaus gibt es nun nach dem Umzug auch einen großen Raum, in den sich die Mitarbeiter mal zurückziehen, in dem sie in Ruhe auch mal einen Kaffee genießen können.

Der ganze Umzugsstress – er hat sich gelohnt. Apropos Umzug: Karin Hahn hebt bei de Thema auch die Ehemänner der Diakonie-Mitarbeiterinnen hervor. „Die Männer haben manchmal bis in die späte Nacht geholfen, das war echt toll.“

Am kommenden Dienstag können nun alle Ferdinandshofer sehen, was aus dem
alten Gutshaus geworden ist. Die Diakonie lädt ab 10 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein.