Die Gerüchteküche brodelt:

Ist das der erste Swingerklub der Region?

Die Gaststätte „Pommerscher Hof“ in Ferdinandshof ist in der Gemeinde ins Gerede gekommen. Neuerdings sollen sich dort Liebhaber des sexuellen Partnertausches vergnügen. Was sagt die Inhaberin dazu?

Gerücht oder Wahrheit: Ist der „Pommersche Hof“ ein Swingerklub?
Thomas Krause Gerücht oder Wahrheit: Ist der „Pommersche Hof“ ein Swingerklub?

Steht in Ferdinandshof der erste Swingerklub Uecker-Randows? In der Gemeinde jedenfalls reißen die Gerüchte nicht ab, vor allem ältere Ferdinandshofer rümpfen die Nase: In der Gaststätte „Pommerscher Hof“ gibt es seit einigen Wochen einen Swingerklub!

Weil es der Einrichtung nicht so gut gehe, verdiene sich die Inhaberin mit den Treffen der Freunde des sexuellen Partnertausches ein wenig Geld hinzu, heißt es.

Inhaberin Angelika Günther nimmt die Gerüchte mit Humor. „Ich habe davon natürlich auch gehört, so was geht ja schnell rum“, sagt sie.

Werbung im Internet heizte die Gerüchteküche an

Nein, stellt die Gaststätten-Betreiberin klar, einen Swingerklub betreibe sie nicht, könne sich aber gut vorstellen, woher die Vermutungen kommen würden. Im Juni hatte Angelika Günther zum ersten Campertreffen auf ihr Gelände „Am Markt“ eingeladen und dafür auf diversen Internetseiten geworben, auch auf der Datingseite „Joyclub“.

Interesse weckte die Anzeige in erster Linie bei FKK- und Swingerklub-Liebhabern aus den alten Bundesländern. „Die Resonanz war so gut, dass wir gar nicht alle Anmeldungen annehmen konnten“, erzählt sie.

Letztlich kamen 16 Frauen und Männer, die sich über das Pfingstwochenende in Ferdinandshof vergnügten. „Viele denken hier jetzt, da gab es wilde Sexpartys. Aber das ist totaler Unsinn. Die Leute haben die Gegend erkundet und waren total begeistert von der Region“, erzählt Angelika Günther. „Die Leute haben drei tolle Tage hier verbracht“, sagt sie. Das Campertreffen in Ferdinandshof sei so ein großer Erfolg gewesen, dass eine Neuauflage fest geplant sei.

Die Idee für das Campertreffen kam ihr beim Anblick ihres riesigen Gartens hinter der Gaststätte. „Ich habe mich gefragt, wie ich diesen Garten nutzen kann“, erzählt sie. Und da die Ferdinandshoferin, die aus Brandenburg stammt und den „Pommerschen Hof“ 2008 übernahm, das Leben eben auch genießt, kam sie auf die Veranstaltung der etwas anderen Art.

Was die Leute nachts gemacht haben, könne sie natürlich nicht sagen. „Im Garten hat sich aber der eine oder andere schon mal nackend gesonnt“, sagt sie. Mit einem Swingerklub habe das Ganze aber nichts zu tun.  

Kommentare (1)

Mal abgesehen davon, dass es doch Sache der Betreiberin ist wem sie ihre Räume zur Verfügung stellt, sollte es doch auch egal sein was dort passiert solange es gesetzeskonform ist und die Nachbarn nicht belästigt werden. Als ob es nichts wichtigeres gibt als das Sexualleben anderer Leute. Wenn jemand für sich entschieden hat zu swingen ist das doch allein dessen Privatsache und geht irgendwelche prüden Meckerköppe nichts an.