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Jetzt räumen sie unser Gericht aus

Drei große Umzugscontainer stehen vor dem Ueckermünder Amtsgericht. Noch ein paar Tage, dann ist alles leergeräumt.

Jetzt wird es ernst: Das Ueckermünder Amtsgericht zieht um.
Foto: S. Weirauch Jetzt wird es ernst: Das Ueckermünder Amtsgericht zieht um.

Sie packen, heben, tragen, schieben und sind immer in Bewegung. Und sie lachen dabei, die Männer vom Umzugsunternehmen „Die 3 Umzüge“. Seit Anfang der Woche ist auf den Fluren und in den Zimmern des Ueckermünder Amtsgerichts nichts mehr, wie es war. Türen stehen offen, Tische sind zerlegt, Schränke leer und an den deckenhohen Regalen, in denen die Akten hängen, machen sich Männer im Blaumann zu schaffen. Der Umzug hat begonnen. Ein Teil der Unterlagen zieht nach Anklam, der andere Teil nach Pasewalk.

Das Ueckermünder Amtsgericht schließt zum 1. Dezember, dann wird es einen Trauermarsch geben. Zwischen Ueckermünde, Pasewalk und Anklam müssen 1850 Aktenmeter hin und her bewegt werden. So dass jede Akte nach dem Umzug auch wieder am richtigen Platz steht.

Kein Problem, sagen die zehn Männer in Blau. Es ist schließlich nicht der erste Behördenumzug, den sie stemmen. Was sie anpacken und einpacken, das steht anschließend auch wieder auf seinem Platz. „Da bin ich ganz unbesorgt, das hat auch bisher gut geklappt“, sagt Cornelia Beuckmann. Auf den Kisten ist vermerkt, wohin sie transportiert werden müssen. Und auch die laufenden Aktenmeter geraten in keiner Phase des Umzugs in Unordnung. Da haben die Männer ihr ganz eigenes Ordnungssystem. Schon beim Einpacken. Nur eine Stauballergie, die sollte keiner von ihnen haben. Keine Sorge, so richtig verstaubte Akten gibt es in Ueckermünde gar nicht, meint einer der Männer lachend.