Neuer Verdacht in Liepgarten:

Kam das giftige Wasser etwa aus Wohnhäusern?

Der Gestank ist verflogen, der Frost hat das Wasser in der Liepgartener Erdkuhle mit einer eisigen Haut überzogen. Das kleine Gewässer am Dorfrand hatte noch vor wenigen Wochen für viel Aufsehen gesorgt.

Großes Fischesterben Ende Oktober in der Erdkuhle Liepgarten.
Simone Weirauch Großes Fischesterben Ende Oktober in der Erdkuhle Liepgarten.

Ein ekelhafter Geruch und massenhaft tote Fische - so schlimm war es wohl noch nie. Ist die Erdkuhle durch Wasser von den angrenzenden Feldern verunreinigt worden? Diese Vermutung lag anfangs nahe. Die Umweltbehörde wurde alarmiert.

Fehlender Anschluss an die Kanalisation als Ursache?

Am 29. Oktober waren Mitarbeiter der unteren Wasserbehörde und der unteren Naturschutzbehörde in Liepgarten. Sie haben nicht nur die Erdkuhle, sondern auch angrenzende Gewässer untersucht und Wasserproben entnommen. Damit ist ein Labor beauftragt worden. Die Ergebnisse liegen nach Auskunft des Kreissprechers noch nicht vor.

Die Mitarbeiter der Umweltbehörde haben sämtliche Gewässer im Bereich der Erdkuhle in Augenschein genommen, um festzustellen, wo sich Rohrleitungen befinden und in welche Richtungen das Wasser fließt. In dem Bereich südwestlich der Erdkuhle, in dem sie graue Ablagerungen fanden, hat es immer noch stark nach Abwasser gerochen. Aber dort führte keine Rohrleitung ins Wasser. Die Mitarbeiter der Naturschutzbehörde vermuten deshalb, dass die Erdkuhle durch zulaufendes Wasser aus dem südwestlich gelegenen Weiher verunreinigt wurde. Der Weiher hat einen Zulauf aus der Bergstraße.

Nach Auskunft des Wasser- und Abwasser-Zweckverbandes Ueckermünde, Betriebsstelle Eggesin, sind in Liepgarten alle Häuser an die Kanalisation angeschlossen - bis auf einige in der Bergstraße. Ob es da einen Zusammenhang gibt? Ein Verursacher konnte bisher noch nicht ermittelt werden, teilte die Behörde mit. 

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