125 000 Euro für neuen Kunstrasen:

Kohle für Kicker trotz knapper Kasse

Soll die klamme Stadt Ueckermünde 125 000 Euro beisteuern, um den Bolzplatz neben dem Waldstadion mit einem Kunstrasen zu versehen? Hört sich irrsinnig an. Doch die Stadt hat einen Plan.

Das Ueckermünder Waldstadion von oben. Gleich daneben soll ein neuer Trainingsplatz entstehen - mit Kunstrasen, wo auch im Winter trainiert werden kann.
W. Graupner Das Ueckermünder Waldstadion von oben. Gleich daneben soll ein neuer Trainingsplatz entstehen - mit Kunstrasen, wo auch im Winter trainiert werden kann.

Seit geraumer Zeit beschäftigt einige Ueckermünder Stadtvertreter die Frage, ob sie dem ortsansässigen Fußballverein FSV Einheit einen umfangreichen Zuschuss gewähren. Dieser soll zur Modernisierung des Bolzplatzes neben dem Waldstadion genutzt werden. Ein Kunstrasenplatz soll entstehen.

Die Vorteile liegen auf der Hand, wie FSV-Präsident Peter Ruhnau begründet. Zum einen würde von der Renovierung nicht nur sein Verein etwas haben. Sollte der Kunstrasen kommen, dann könnten dort nicht nur die acht Jugend- und vier Männermannschaften von Einheit im Winter trainieren, sondern auch Mannschaften von anderen Vereinen. Anfragen dazu gebe es.

Zudem würde Einheit seinen Trainingsplatz im Rosenmühler Weg aufgeben. Die Stadt als Grundstückseigentümer könnte die Fläche verkaufen – als Grundstücke für Eigenheime. „Der Erlös daraus wäre deutlich mehr, als die 125 000 Euro, um die es jetzt geht“, sagt der FSV-Präsident.

Gesamtkosten liegen bei 700 000 Euro

Mit den 125 000 Euro der Stadt wird es allerdings nicht getan sein. Auf dem Ausweichsportplatz ist eine grundlegende Sanierung nötig. Dabei liegt die maximale Fördersumme aus öffentlicher Hand bei 500 000 Euro, die 125 000 Euro der Stadt eingerechnet. Das reicht nicht aus, denn etwa 700 000 Euro schwer ist das Gesamtprojekt. Deshalb muss der FSV selbst noch einmal tüchtig ran: Sponsoren suchen, aber auch Eigenleistungen erbringen.

Der Ueckermünder Bürgermeister Gerd Walther (Die Linke) hofft, dass die Kommunalaufsicht grünes Licht gibt, dass die Stadt trotz des momentanen Haushaltsdefizites die veranschlagten 125 000 Euro für den Fußballplatz zuschießen kann.

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