Razzia:

Kommissar Zufall führt zu Drogendealern

Die Polizei in Ueckermünde ist im Stadtteil Ost offenbar einem Ring von Drogendealern auf die Schliche gekommen. Der Anlass dafür war barfuß.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Ueckermünde Ost fand die Polizei zunächst undefinierbare Substanzen, die auf Drogen schließen ließen, und auch „waffenähnliche Gegenstände“.
Arno Burgi Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Ueckermünde Ost fand die Polizei zunächst undefinierbare Substanzen, die auf Drogen schließen ließen, und auch „waffenähnliche Gegenstände“.

Kommissar Zufall hat die Beamten des Ueckermünder Polizeireviers offenbar auf die Spur eines Drogendealer-Ringes geführt. Nach Angaben der Polizei hatte ein aufmerksamer Anwohner am Mittwochabend gemeldet, dass ein offensichtlich orientierungsloser Mann ohne Schuhe durch Ueckermünde Ost laufe. Eine Streife des Reviers machte sich daraufhin sofort auf den Weg in den Stadtteil und fand den Mann auch vor, der nach ersten Erkenntnissen unter Drogeneinfluss stand. Er habe ziemlich verwirrt gewirkt, führte die Polizei aber schließlich in eine Wohnung in Ueckermünde Ost, so ein Ermittler.

Was die Beamten dort entdeckten, sorgte für eine Überraschung und löste anschließend einen Großeinsatz der Polizei aus. Bei der Wohnungsdurchsuchung fanden sie mehrere Personen vor, zunächst undefinierbare Substanzen, die auf Drogen schließen ließen, und zudem auch „waffenähnliche Gegenstände“.

Verdächtiger wieder freigelassen

Bei den Waffen soll es sich dem Vernehmen nach um Gaspistolen handeln. Ein Verdächtiger wurde laut Polizei sofort festgenommen und noch in der Nacht auf dem Polizeirevier vernommen. Der Mann sei aber am frühen Donnerstagmorgen erst einmal wieder nach Hause geschickt worden, heißt es aus Polizeikreisen.

Nach ersten Untersuchungen geht die Polizei davon aus, dass von dieser Wohnung in Ueckermünde Ost aus ein reger Handel mit Drogen betrieben wurde. Um was für Drogen es sich bei dem Fund genau handelt, konnte Polizeisprecherin Carolin Radloff am Donnerstag noch nicht sagen. „Es sind Substanzen verschiedenster Art, die sichergestellt worden sind. Sie werden jetzt speziell untersucht“, sagte die Beamtin der Polizeidirektion Neubrandenburg. Nach ihren Aussagen handelt es sich aber um eine geringe Menge an Betäubungsmitteln.

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