Bundeswehr:

Kommt von der Leyen mit froher Botschaft für Jägerbrück?

Der Standortübungsplatz der Bundeswehr in Jägerbrück soll wieder hochgestuft werden. Das könnte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am 23. August in Torgelow verkünden.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist am 23. August wohl zu Gast in Torgelow.
Michael Kappeler Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist am 23. August wohl zu Gast in Torgelow.

Bestätigen möchte den Termin niemand, weder im Torgelower Rathaus noch in Schwerin und auch nicht in der Bundeshauptstadt. Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums in Berlin erklärt auf Nachfrage, dass über öffentliche Termine der Verteidigungsministerin stets zeitgerecht informiert werde. Ein Termin könnte auf den 23. August fallen.

Jägerbrück wird zum Truppenübungsplatz

Es sieht ganz danach aus, dass Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) an diesem Tag nach Torgelow kommt, um zu verkünden, was längst alle wissen: Der Standortübungsplatz der Bundeswehr Jägerbrück wird hochgestuft zum Truppenübungsplatz. Die Aktivitäten auf dem 10.000 Hektar-Areal sollen in dem Zuge intensiviert werden. Zu hören ist von bis zu 50 neuen Dienstposten, einer engeren Zusammenarbeit in Sachen Übungsschießen mit der polnischen Armee und einer Rückkehr der Berufsfeuerwehr.

Dies würde zweifellos den Bundeswehrstandort Torgelow aufwerten, ihn für die nächsten Jahre sichern. Die Bundeswehr ist für eine Kleinstadt wie Torgelow ein großer Wirtschaftsfaktor. Diese frohe Botschaft möchte von der Leyen am 23. August offenbar persönlich verkünden. Angekündigt haben sich an diesem Tag auch Schwerins Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sowie eine Reihe von lokalen Politikern.

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Kommentare (3)

Was für eine frohe Kunde aus von der Leyens großen Munde.... Wer geglaubt hatte, daß die Bundeswehr sich eine derartige Gelegenheit entgehen ließe, die vorhandene Immobilie maximal auszunutzen, sieht sich getäuscht. Mit der Lagebeurteilung internationaler Konflikte, die nach dem Willen der Bundesregierung argumentativ scheinbar immer näher rücken (Ukraine, Moldau, baltische Staaten) liefert sich das Verteidigungsministerium die Begründung selbst, Jägerbrück hochzustufen. Es regt sich auch kein Protest in den umliegenden Dörfern und Städten, von Protestwelle (wie in Lärz beim Bombodrom) ganz zu schweigen. Es ist doch eine erheblich große Menge der Einwohner rund um Jägerbrück quasi mit dem Knallen und Donnern der Geschütze nicht nur aufgewachsen, sondern hat womöglich selbst den Abzug betätigt oder dieses befohlen. Denen fehlt ja zur Zeit das "Geräusch", wie sie sagen, und über die Dienstbeschädigung "Knalltrauma" würden die sogar noch Stolz empfinden. Wie sich die Lärmbelästigung vertragen soll mit dem Ruf, die Ueckermünder Heide sei als Erholungsgebiet prädestiniert, stellenweise sogar staatlich anerkannt, kann sich mir nicht erschließen. Klar, mag mancher sagen, zu NVA-Zeiten hat auch schon jeden Tag der Erdboden gebebt, aber da war dieser Teil Deutschlands, DDR genannt, niemals in Kriege verwickelt. Man wußte, dass das Übung ist und bleibt. Heute ist Großdeutschland wieder überall auf der Welt präsent, und nicht nur mit Touristen und exportierten Wirtschaftsgütern. Deutschland steht an vorderster Stelle im Waffenexport.....dank SPD-Gabriel sogar in Krisengebiete. Da muß man natürlich Kriege üben, man weiß ja nie, wohin einen die NATO als Bündnisfall oder Präventivtruppe schickt.....Des wegen kann man nie genug Truppenübungsplätze haben, und wieder kommt die scheinheilige Begründung, dadurch würden Arbeitsplätze geschaffen, zumindest gesichert. Wie viele Arbeitsplätze und Menschen durch Waffen zerstört bzw. getötet worden sind und täglich zerstört und getötet werden, wird von Frau v.d. Leyen nicht gesagt, Es sind ja nur Kollateralschäden....

...wie Sie auf diese investigative Meisterleistung mit einem Kommentar antworten können, der nicht nur mehr Worte hat als der kommentierte Artikel selbst, sondern auch den großen historischen und weltpolitischen Bogen von der DDR-Vergangenheit bis zur aktuellen Lage und zu den ach so dummen Menschen in der Region Eggesin / Torgelow schlägt (wobei Sie sicher diesen Menschen gegenüber keinesfalls überheblich sein wollten), noch am Sonntag früh, davor kann ich nur den Hut ziehen.

Tja, langsam komme ich in die Nähe der Qualität Ihrer Kommentare, die ich schon des öfteren zu lesen die Ehre hatte.....Leider haben Sie mich unsauber interpretiert - die Menschen der Region sind von mir nicht als dumm bezeichnet worden. Viele dieser Menschen haben lediglich in ihrem Leben berufsbedingt engere Bezüge zum Militär gehabt bzw. noch inne und sind demnach zu energischen Protesten gegen den Truppenübungsplatz nicht fähig bzw. nicht gewillt. Das darf aber von Ihnen nicht als Dummheit ausgelegt werden, und ich möchte mir auch nicht von Ihnen, ich_eben, dieses Wort unterstellen lassen.