Hallengebühr:

Macht die Stadt ihre Vereine kaputt?

Seit zwei Jahren kassiert die Stadt Ueckermünde von ihren Sportvereinen Geld für die Nutzung von Hallen und Plätzen. Jetzt wird die Gebührenschraube gelockert. Die Vereine stöhnen trotzdem auf.

Die Volleyballer von SV Einheit Ueckermünde (rechts im Foto) zeigen vollen Einsatz. Doch wie lange noch?
Heiko Brosin (Archiv) Die Volleyballer von SV Einheit Ueckermünde (rechts im Foto) zeigen vollen Einsatz. Doch wie lange noch?

In dieser Stadt hat der Sport keinen Platz mehr. Hans-Dieter Salow, der Chef der SV Einheit-Sportler, ist bitter enttäuscht. Stumm und frustriert schaut er zu, wie die meisten Stadtvertreter ihre Hand heben und der veränderten Satzung zustimmen. Diese Satzung regelt, was die Vereine bezahlen müssen, wenn sie in den Sporthallen und auf den Sportplätzen in Ueckermünde trainieren. Bisher waren es 70 Prozent der Bewirtschaftungskosten, die die Stadt als Gebühren auf die Vereine umlegt. Nun sind es nur noch 50 Prozent. „Man sollte meinen, das sei eine gute Sache. Doch das ist nicht so“, sagt der SV Einheit-Chef.

Salow ist Volleyballer. Das ist nur eine von vielen Sportarten, die im SV Einheit beheimatet sind. Der Verein hat 600 Mitglieder. Die laufen, reiten, spielen Tischtennis, Badminton, Basketball, betreiben Kampfsport. Seit zwei Jahren muss jeder Erwachsene 40 Euro zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag zahlen, damit der Verein die Hallengebühren an die Stadt entrichten kann. „Wenn die jetzt von 70 auf 50 Prozent gesenkt werden, ist das immer noch zu viel“, sagt Salow. Immer mehr Vereinssportler sind nicht bereit, dieses Geld zu zahlen. Diese Sorge drückt Salow, und als leidenschaftlicher Volleyballer hätte er erwartet, dass die Stadt jegliche Hallengebühren für ihre Sportler abschmettert.

Ueckermünde kassiert nach Inkrafttreten der neuen Satzung etwa 6000 Euro von den Vereinen. Die Stadt will auf dieses Geld nicht verzichten, weil sie nicht genug Einnahmen hat, um einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen. Mit einem Null-Tarif für den Sport kommen wir bei der Rechtsaufsicht nicht durch, sagt Stadtpräsident Arnim Beduhn (CDU).

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