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„Manta-Klausi“ knattert mit Seifenkiste durch Vorpommern

Der Mann kann es einfach nicht lassen! 25 Jahre nach seiner herrlich bekloppten Rolle als Klausi im Kinohit „Manta, Manta“ ist der Schauspieler und Komiker Michael Kessler wieder mit einen durchgeknallten Gefährt am Start.

Zusammen auf Reisen: Michael Kessler (3. v. l.) und sein sechsköpfiges Team unternehmen seit 2010 immer wieder ungewöhnliche Expeditionen.
Katja Richter Zusammen auf Reisen: Michael Kessler (3. v. l.) und sein sechsköpfiges Team unternehmen seit 2010 immer wieder ungewöhnliche Expeditionen.

Auf Prosieben veräppelte er in „Switch reloaded“ immer wieder Florian Silbereisen und den Fernsehkoch Horst Lichter. Und er kann aber auch Krimis („Tatort“, „Ein Fall für zwei“, Großstadtrevier“). Aber irgendwie scheint der Brüller „Manta, Manta“ an ihm zu kleben, denn für den RBB ist Michael Kessler mit der Reihe "Kesslers Expedition" seit einiger Zeit ständig mit verrückten Gefährten unterwegs. Jetzt also eine Seifenkiste, die Vorpommern staunen ließ.

Mit einem Frühstück im Ueckermünder Hotel am Markt beginnt für Michael Kessler und sein Team der elfte Drehtag für den Seifenkisten-Beitrag. Drinnen ist es gemütlich, warm und trocken, draußen begleitet die Crew seit einer Woche richtig mieses Wetter. Ein ungewöhnlicher Beitrag über die Oder soll es werden, auch ein Abstecher nach Usedom gehört zum Programm.

Und überall auf der Tour suchen Kessler und sein Team nach interessanten Geschichten am Wegesrand. „Wir haben zwar eine Karte, wo wir ungefähr lang fahren, aber kein Drehbuch“, erzählt Allrounder und Navigator Roland Albrecht. „Wir arbeiten spontan. Alles geht blitzschnell und meistens reicht der Blickkontakt als Verständigung. Wir sind ein eingespieltes Team“, sagt Michael (für viele immer noch der Klausi) Kessler. „Jeder weiß, was zu tun ist. Es macht einfach Spaß und jeder hat Freude an den Geschichten, die die Menschen uns erzählen."

Segler plaudert aus dem Nähkästchen

Auf die Frage, ob es nicht doch nervig ist, nach all den Jahren immer noch mit dem Klausi aus „Manta, Manta“ in Verbindung gebracht zu werden, antwortet Kessler: „Ganz und gar nicht. Es freut mich sogar.“ Pünktlich um neun Uhr geht es los. Kameramann Sören hat schon ein paar Morgenaufnahmen in der Altstadt gemacht und Michael zieht sich noch fix die Regenhose über. Allrounder Roland imprägniert seine Schuhe und die Jacke. Dann startet das Team durch die Haffstadt. Über den holprigen Markt geht es in Richtung Hafen.

Am Hafen treffen sie auf den 81-jährigen Berliner Segler Peter Friedrich Schulz, der den Sommer mit seinem Boot im Hafen liegt. Schulz kennt die Sendung des RBB zwar nicht, plaudert aber bereitwillig aus dem Nähkästchen und erzählt von seinen Reisen auf dem Wasser und wie schön es hier ist. Bis nach Danzig wollte er es in diesem Jahr schaffen, musste aber auf halber Strecke umkehren. „Es war einfach zu anstrengend. Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste.“

Am Abend zuvor traf das Filmteam bereits auf die Ueckermünder Feuerwehr und machte sich ein Bild von den Hochwasserschäden. Tage danach ging die Reise für Kessler und sein Team in Richtung Penkun.

Was sie noch so alles erleben, wird dann am 25. November und am 2. Dezember jeweils um 20.15 Uhr im RBB zu sehen sein.