Herrenlose Hunde:

Munteres Quartett sucht dringend neues Rudel

Nicht alle mögen die Böllerei zum Jahreswechsel. Für Hunde kann das Stress bedeuten, und da kommt es schon mal vor, dass ein Vierbeiner wegläuft. Meistens landen solche Ausreißer im Tierheim.

Munteres Treiben. Drei dieser dreieinhalb Monate alten Beagle-Mischlings-Welpen sind abzugeben.
Lutz Storbeck Munteres Treiben. Drei dieser dreieinhalb Monate alten Beagle-Mischlings-Welpen sind abzugeben.

Auch wenn sich das Tierheim im Ueckermünder Ortsteil Berndshof über eine unverhoffte Spende freuen kann, geht doch der Alltag dort weiter. Denn auch zum Jahreswechsel gibt es entlaufene oder ausgesetzte Tier, die auf Hilfe angewiesen sind. Unter anderem ein etwa ein Jahr alter Dackel-Spitz-Mischling, der am Silvesterabend in Eggesin-Karpin gefunden wurde. Das Tier ist mit hoher Wahrscheinlichkeit wegen des ungewohnten Silvester-Knaller-Lärms ausgerissen. Der kleine weiß-braune Kerl  wartet nun im Tierheim darauf, dass sich der oder die Besitzer melden, denn auch die ungewohnte Umgebung dort schüchtert den kleinen, stubenreinen und angenehmen Rüden ein.

Ganz und gar nicht eingeschüchtert aber ist ein äußerst bewegliches Quartett. „Das sind Beagle-Mischlings-Welpen, etwa dreieinhalb Monate alt“, klärt Tierheimchefin Sabine Schultz auf. Ganz allerliebste Tiere, alles Mädchen, und quicklebendig. „Sie wurden draußen geboren, könnten also im Zwinger gehalten werden“, sagt die Tierheimleiterin. Wer die Rasselbande  etwas länger beobachtet, wird aber bestimmt zu dem Schluss kommen, dass die vier auch in einem Haus gut zurechtkommen würden. Einer die Beagle-Mixe ist bereits versprochen, drei also suchen noch nach einem neuen Rudel, in dem sie sich einleben können. Allerdings sollte der neue Besitzer wissen: diese kleinen Hunde sind sehr lebhaft und brauchen darum viel Beschäftigung.

Wesentlich größer als die Beagle-Mixe ist ein Rüde, der von Privatleuten schweren Herzens abgegeben wurde – und nun darauf hofft, in eine geeignete neue Umgebung zu kommen. Doch Vorsicht – dieses Tier ist wirklich groß. Eine Mischung aus Deutscher Dogge und einer Molosser-Rasse, einer Großhund-Rasse also, und das heißt:  der Rüde hat kräftige, große Pranken und jede Menge Kraft. Davon sollten sich Interessenten aber nicht abschrecken lassen. „Der ist gut erzogen“, sagt die Tierheimleiterin. Was aber nicht heißt, dass der überwiegend schwarzfellige Rüde nach einer Vermittlung sich selbst überlassen bleiben sollte. „Er braucht eine strenge Hand und muss  merken, wer der Chef im Rudel ist“, sagt Sabine Schultz. Ist diese Frage gleich zu Anfang geklärt, dann dürfte einer guten Partnerschaft zwischen Hund und Mensch nichts im Wege stehen.

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