Wegen Mordes und Vergewaltigung verurteilt:

Straftäter flieht aus forensischer Psychiatrie

Bei einem Freigang zum Supermarkt ist ein 45-jähriger Insasse der Ueckermünder Forensik seinem Begleiter entwischt. Unmittelbar nach dem Verschwinden begann eine intensive Suche.

Gute 90 Minuten brauchten die Beamten um einen entflohenen Straftäter wieder in die Fachklinik für Forensische Psychatrie in Ueckermünde zurück zu bringen.
Heiko Brosin Gute 90 Minuten brauchten die Beamten um einen entflohenen Straftäter wieder in die Fachklinik für Forensische Psychatrie in Ueckermünde zurück zu bringen.

Eine Stunde, 25 Minuten – dann war es vorbei. Dann hatte die Polizei den 45-Jährigen in Gewahrsam genommen, der bei einem Freigang aus der Forensik in Ueckermünde abgehauen war. Das Ganze hatte sich in der Ueckermünder Chausseestraße ereignet. Dorthin war der verurteile Straftäter, für den schon seit Jahren Lockerungsbestimmungen galten, in Begleitung eines Forensik-Mitarbeiters unterwegs.

Der Mann gilt als durchaus gefährlich

Gegen 10.25 Uhr dann war der Mann abgehauen. Sofort wurde die Leitung der Forensik, die Polizei, das Schweriner Justiz- und auch das Sozialmininsterium informiert und Polizisten und Forensik-Mitarbeiter machten sich auf die Suche. Denn der Mann kann durchaus als gefährlich eingeschätzt werden: Im Jahr 1992 wurde er wegen Mordes, Raubes und Vergewaltigung verurteilt.

Im Maßregelvollzug in Ueckermünde muss er sich allerdings in den vergangenen Jahren unauffällig verhalten haben, denn seit 2007 galt Lockerungsstufe 1, seit 2013 Stufe 2, und das hieß unter anderem, dass der Mann in Begleitung auch Ausgang bekam, zum Beispiel zum Einkaufen. Nach Auskunft des Sozialministeriums hat es, seitdem die Klinikleitung diese Lockerungsstufen genehmigt hat, „keine Vorfälle“ mit diesem Mann gegeben.

Er kam nur wenige hundert Meter weit

Etwa anderthalb Stunden lang dauerte die intensive Suche nach dem Mann, dann entdeckte eine Mitarbeiterin der Forensik den Entwichenen nur ein paar hundert Meter von dem Ort entfernt, wo der 45-Jährige seiner Begleitung entwischt war.

Anschließend wurde der Mann der Kriminalpolizei übergeben und dann wieder zurück in die forensische Klinik gebracht.