Helfer geraten ins Visier:

Nach Giftalarm in Ueckermünde werden Retter beschimpft

Es gab offenbar keine gefährliche Substanz in der Post am Ueckermünder Schweinemarkt – dafür aber einiges, was den Feuerwehrleuten um Einsatzleiter Roland Till sauer aufgestoßen ist.

Einsatzleiter Roland Till (rechts) während des Einsatzes am Ueckermünder Schweinemarkt.
Lutz Storbeck Einsatzleiter Roland Till (rechts) während des Einsatzes am Ueckermünder Schweinemarkt.

Nichts gefunden – so lautete die kurze Zusammenfassung der Kameraden vom Gefahrgutzug nach ihrem Einsatz am Montagabend am Ueckermünder Schweinemarkt. Dennoch war der Ueckermünder Wehrchef Roland Till nicht ganz zufrieden.

Zum einen, weil in seiner Truppe keine Chemieschutzanzüge vorhanden sind. Das verwundert. Denn mit dem Krankenhaus und der Gießerei hat Ueckermünde mindestens zwei Unternehmen, in denen öfter mit Chemikalien hantiert wird. Gut, es gibt den Gefahrgutzug. Aber als Erste am Einsatzort in Ueckermünde sind in jedem Fall die Ueckermünder Feuerwehrleute.

Kein Einsehen

Eine andere Sache ist dem Ueckermünder Wehrchef noch aufgestoßen: das Unverständnis von einigen Mitmenschen. Christina Holz und David Fandre, zwei junge Feuerwehrleute, haben das beim Gefahrguteinsatz am Schweinemarkt am eigenen Leib erfahren. Sie mussten sich von einer Anwohnerin beschimpfen und beleidigen lassen.

Dabei hatten die beiden lediglich die Anweisung durchgesetzt, dass niemand das wegen des Einsatzes gesperrte Gebiet betreten darf. "Arschloch" – das sei eine der Beschimpfungen gewesen, die von einer älteren Frau kamen. Nicht die erste negative Erfahrung der Feuerwehrleute. Das sei frustrierend. "Denn eigentlich wollen wir doch Menschen und Sachwerte schützen – und dann manchmal so etwas", sagte der Feuerwehrmann.

 

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