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Neuer Chef für Brigade Vorpommern

„Wir haben keinen Mann im Auslandseinsatz zurückgelassen!“ Darauf ist Oberst Johannes Derichs, bisher als Standortältester Chef für die militärischen Belange und stellvertretender Kommandeur der Brigade „Vorpommern“ in Torgelow, stolz. Hoffentlich gelingt das auch seinem Nachfolger.

Mit einem festen Händedruck besiegeln Oberst von Sandrart (Mitte), Oberstleutnant von Keyserlingk (links) und Oberst Derichs die Übergabe der Dienstgeschäfte des stellvertretenden Brigadekommandeur und Standortältesten Torgelow.
Günter Schrom Mit einem festen Händedruck besiegeln Oberst von Sandrart (Mitte), Oberstleutnant von Keyserlingk (links) und Oberst Derichs die Übergabe der Dienstgeschäfte des stellvertretenden Brigadekommandeur und Standortältesten Torgelow.

Die Torgelower Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ hat einen neuen stellvertretenden Kommandeur und Standortältesten. Bei einem feierlichen Appell wurde der Wechsel besiegelt. Politiker, hohe Militärs, Polizei, Landrätin und Bürgermeister nahmen an der Übergabe in derFerdinand-von-Schill-Kaserne in Torgelow teil.

Oberst Jürgen-Joachim von Sandrart übergab das Kommando des bisherigen stellvertretenden Brigadekommandeurs und Standortältesten, Oberst Johannes Derichs, an Oberstleutnant i.G. Hans-Jürgen Freiherr von Keyserlingk. Der Neue war seit Oktober 2007 im Bundesministerium der Verteidigung als Referent tätig, zuletzt in der Abteilung Strategie und Einsatz mit Schwerpunkt Balkan-Operationen.

Dass sich sein Vorgänger aus Torgelow verabschiedet, bedauert mancher. Oberst von Sandrart lobte die hervorragenden Leistungen von Oberst Derichs, „der das Gesicht der Brigade“ war. Torgelows Bürgermeister Ralf Gottschalk schwärmte von der Verlässlichkeit, dem Vertrauen, der Bescheidenheit, aber auch dem Humor und dem Witz Derichs. Er habe seine Aufgabe erfüllt und gelebt. Er als „Hilfspommer“ werde Spuren hinterlassen. Der Bürgermeister wünscht sich, dass sich die Zusammenarbeit mit seinem Nachfolger weiter so gut gestaltet.

Oberst Derichs selbst sieht seine Zeit als stellvertretender Brigadekommandeur und Standortältester seit 2010 so: „In meinem Dienstbereich gab es immer eine enge Verbundenheit der Bundeswehr mit den Einwohnern, gegenseitiges Vertrauen und Hilfe. Unsere Soldaten zeigten unter dem Motto: ‚Nicht maulen oder motzen, sondern anpacken‘ außergewöhnliche Leistungen bei der Bekämpfung des Hochwassers. Wir haben keinen Soldaten im Auslandseinsatz zurückgelassen. Es war eine fordernde Zeit, die ich nicht missen möchte und ich danke allen, die daran mitgearbeitet haben“, sagte er. Seine neue Aufgabe: Kommandeur an der Offiziersschule des Heeres in Dresden.