Plakat verschwunden:

Neuer hinterhältiger Angriff auf Dahlemanns Wahlkampf

Die Angriffe auf den SPD-Politiker Patrick Dahlemann gehen weiter. Und sie kommen immer wieder aus dem Hinterhalt. Erst die Pflastersteine auf sein Torgelower Büro, jetzt wurde sein Wahlplakat an der Bundesstraße abgerissen.

An dieser Stelle lächelten bis Dienstagabend noch Patrick Dahlemann und Norbert Raulin von der SPD den Autofahrern entgegen. Mittwoch war das Plakat verschwunden.
Simone Weirauch An dieser Stelle lächelten bis Dienstagabend noch Patrick Dahlemann und Norbert Raulin von der SPD den Autofahrern entgegen. Mittwoch war das Plakat verschwunden.

Irgendwann ist auch der immer freundliche Patrick Dahlemann nicht mehr gelassen. Irgendwann nervt es, sagt er. Schon wieder Attacken aus dem Hinterhalt – Angriffe, die ganz gezielt gegen den jungen SPD-Politiker gerichtet sind. Aber die Täter verstecken sich im Dunkeln. So wie vor einer Woche, als unbekannte Täter nachts mit Pflastersteinen die Scheiben zu seinem Bürgerbüro in Torgelow einwarfen. Der Glasbruch ist erst einmal repariert.

Jetzt haben sich unbekannte Täter an dem großen Wahltransparent an der B 109 in Ferdinandshof vergriffen. Es zeigte Dahlemann neben Norbert Raulin vor einem blühenden Rapsfeld. Wahlwerbung der SPD für die Kreistagswahl am 25. Mai. Am Dienstagabend lächelten die beiden SPD-Politiker noch den Autofahrer, die Richtung Pasewalk unterwegs waren, zu. Mittwoch waren sie weg. Nur der Bauzaun stand noch da, an dem die Folie mit der Wahlwerbung befestigt war.

„Das zeigt doch, wes’ Geistes Kind sie sind“

Der Europawahl-Aufsteller der SPD gleich daneben blieb unberührt. Da hat es offensichtlich jemand speziell auf Patrick Dahlemann abgesehen. Der zeigt sein Gesicht offen. „Zum Wahlkampf gehören auch Plakate“, sagt er. Doch nicht einmal die Wahlplakate können seine politischen Gegner ertragen. „Das zeigt doch, wes’ Geistes Kind sie sind“, sagt Dahlemann. Sie schrecken auch vor Straftaten nicht zurück. Dahlemann hat Anzeige erstattet. „Gerade bei einem Großaufsteller ist der Schaden besonders hoch.“ Der an der B 109 überstand nicht einmal eine Nacht.

Waren es Rechtsextreme?

Einschüchtern lassen will sich der SPD-Mann davon aber nicht. Er vermutet die Angreifer in der rechtsextremen Szene. Denn auch die Storch-Heinar-Plakate sind zerstört worden. Sie hängen in Dörfern, in denen die NPD stark plakatiert hat, und weisen die Wähler darauf hin, dass sie bei der Wahl ihr Kreuz ohne Haken machen sollten. Viele dieser Plakate, die unter einem NPD-Plakat hängen, sind halbiert worden. Wer so handelt, dem fehlt nicht nur Humor, der hat auch mit Demokratie und Meinungsvielfalt nichts im Sinn, meint Dahlemann.

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Kommentare (1)

Das ist aber seltsam. Die SPD jubelt doch nur allzu oft, wenn Linke die NPD-Plakate abreißen. Ein bisschen doppelmoralisch oder nicht? „Das zeigt doch, wes’ Geistes Kind sie sind“, sagt Dahlemann. Sagt ein Mitglied einer Partei, die für sich beansprucht, die Deutungshoheit zu besitzen, wie man erst vorgestern am Vorfall mit Plasberg und Broder erkennen konnte. Das ZDF hat Broder dazu verpflichtet, die Veruntreuung von Sitzungsgeldern durch Martin Schulz nicht zu thematisieren, weil sie Angst vor der SPD hatten. Die SPD mag alles mögliche sein - von Demokratie sind die aber soweit entfernt, wie die NPD.