Protest:

NPD-Mann wirbt mit Logo der Windkraft-Gegner

Das Thema Windkraft in der Friedländer Wiese beschäftigt weiterhin viele Menschen in der Region. Eine NPD-Postkarte wirft neue Fragen auf.

Diese Postkarte mit dem Logo der Bürgerinitiative ist in und um Ferdinandshof verteilt worden. Verantwortlich ist der NPD-Gemeindevertreter Christian Alsdorf.
Thomas Krause Diese Postkarte mit dem Logo der Bürgerinitiative ist in und um Ferdinandshof verteilt worden. Verantwortlich ist der NPD-Gemeindevertreter Christian Alsdorf.

Die geplanten Windkraftfelder in der Region um Ferdinandshof sorgen für neuen Diskussionsstoff und werfen gleichzeitig die Frage auf: Arbeitet die Bürgerinitiative „Freie Friedländer Wiese“ beim Protest gegen Windkraftanlagen doch mit rechten Parteien und Wählergemeinschaften zusammen?

In Ferdinandshof und umliegenden Dörfern sind Postkarten verteilt worden, die an den Petitionsausschuss des Landtages gerichtet sind. Auf der Karte wird gefordert, den Bau von Windkraftanlagen in der Friedländer Großen Wiese zu unterbinden. In Auftrag gegeben hat sie der Ferdinandshofer NPD-Mann Christian Alsdorf, der für die rechtsextreme Partei in der Gemeindevertretung sitzt. Das Pikante daran: Geworben wird auf der Postkarte mit dem Logo der Bürgerinitiative (BI) „Freie Friedländer Wiese“.

Logo ist nicht geschützt

Auf Nachfrage des Nordkurier erklärten die BI-Macher, dass man nicht mit rechtsradikalen oder linksradikalen Parteien zusammenarbeite. Die Aktion mit der Postkarte mit dem Logo „Freie Friedländer Wiese“ sei ihnen bekannt, Christian Alsdorf habe diese Aktion als Privatmann ins Leben gerufen, um sich für den Schutz der Friedländer Großen Wiese einzusetzen, sagte Thea Funk von der BI. Zu ihrem Logo auf der Karte sagte sie: „Erste juristische Prüfungen ergaben, dass unser Logo nicht geschützt ist. Demzufolge kann jedermann das Logo verwenden.“

Die Bürgerinitiative war erst vor ein paar Tagen in den Fokus geraten, nachdem BI-Chef Jens Funk in angeregtem Meinungsaustausch mit Vertretern der extremistischen Wählergemeinschaft "Alternative für Torgelow" (AfT) gesehen worden war.

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Kommentare (3)

Reicht nicht schon die "Schöpfungshöhe" bei einem Logo damit dieses urheberrechtlich geschützt wäre und ohne Erlaubnis nicht verwendet werden darf?

Tolle Idee das man hier den Geldgierigen den Hebel vorschieben will, auf die Gesundheit der Bewohner achtet niemand! Es ist doch sch. egal aus welchen Lager der Vorschlag kommt, wichtig ist, er schützt uns Menschen vor dem Drama, das uns schon viel zu viel umgibt - Windkrafträder. Die Politik sollte sich schon mal damit abfinden, das sie auch mal mit Anderen reden, muss als mit ihren Busenfreunden. Die nächsten Wahlen kommen und da sind garantiert neue Parteien mit im Boot.

Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber. Das scheint auch im Fall der NPD und AfD (Mindeslöhne abschaffen, Löhne kürzen) zu zutreffen. "Denn Windkraftanlagen schädigen nachweislich durch Schattenwurf, Lärm und Infraschall die Gesundheit." Schattenwurf - hier gibt es Abstandsregelungen. Sowohl internationale Untersuchungen als auch deutsche Messungen von Infraschall bestätigen, dass Infraschall selbst im Nahbereich von Windkraftanlagen die Wahrnehmungsschwelle nicht überschreitet und keine Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen hat. Nicht nur technische Quellen, wie Motoren, Autos oder Flugzeuge, sondern auch natürliche Quellen, wie Blätterrauschen, Windböen oder Meeresbrandung erzeugen Infraschall. Abrollgeräusch von PKW- oder LKW-Reifen auch bei tiefen Frequenzen eine Lautstärke von über 100 dB erreichen. Die Insassen eines fahrenden PKW sind etwa 120 dB ausgesetzt (bei 20 Hertz). Durch eine wesentlich niedrigere Drehzahl, gekapselte Maschinenhäuser und verbesserte Flügelprofile ist ein modernes Windrad schon auf 200 Meter Entfernung leiser als eine ruhige Unterhaltung. Außerhalb der gesetzlichen Mindestabstände zu Wohngebieten, die je nach Bundesland und Einzelfallbewertung 500 bis 1.000 Meter betragen, sind keine Lärmbelästigungen zu befürchten. Die Energiewende ist auch ein Gesundheitsprojekt. Mit jedem Windrad werden viele Patienten - vor allem Kinder – vor dem Krankwerden bewahrt. Bleibt noch der Hinweis, dass dies bei Öl, Gas, Kohle bzw. Atom nicht der Fall ist. Fener ist die Friedländer Wiese eine Kulturlandschaft, die in der DDR geschädigt wurde.