Nach Brandanschlag auf Liskow-Auto:

Polizei ermittelt fünf Tatverdächtige

Einen Tag nach dem Brandanschlag auf das Auto von Junge-Union-Vorsitzenden Franz-Robert Liskow hat die Polizei fünf Tatverdächtige ermittelt. Sie sollen aus Berlin stammen und aus der linken Szene kommen. Ihre Ferienwohnung in Ueckermünde ist bereits untersucht worden.

Der Audi A3 ist vollständig ausgebrannt.
Liskow Der Audi A3 ist vollständig ausgebrannt.

Einen Tag nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf ein Auto mit CDU-Wahlwerbung in Ueckermünde sind erste Tatverdächtige gefunden worden. Wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte, wurden fünf Männer im Alter von 22 bis 30 Jahren ermittelt, denen Brandstiftung vorgeworfen wird.

Die Männer würden dem linken Spektrum zugerechnet, sollen aus Berlin stammen und eine Ferienwohnung in Ueckermünde haben. Weitere Einzelheiten wollten Polizei und Staatsanwaltschaft mit Rücksicht auf die Ermittlungen noch nicht machen. In dem Zusammenhang hatte die Polizei bereits Zeugen gehört und auch erste Durchsuchungen vorgenommen.

In der Nacht zu Donnerstag war das Auto, das vor einem einsam gelegenen Jugend-Freizeitzentrum stand, ausgebrannt. Der Staatsschutz ermittelt wegen Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Vor dem Brand war ein Hakenkreuz auf die Frontscheibe gesprüht worden. Durch die Hitze wurde ein weiteres Auto beschädigt.

Der Schaden soll sich auf rund 30.000 Euro belaufen. Der angegriffene Wagen gehörte der Familie des Junge-Union-Vorsitzenden in MV, Franz-Robert Liskow, der im Wahlkreis 13 (Dargun, Demmin sowie die Amtsbereiche Demmin-Land, Jarmen-Tutow sowie Peenetal/Loitz) zur Landtagswahl antritt. Verletzt wurde niemand. Die Verdächtigen hätten bisher keine Angaben gemacht, hieß es.