Chaos-Verfolgungsjagd:

Polizei rammt Reh

Erst stehlen drei junge Männer Zaunpfähle, dann flüchten sie vor der Polizei. Bei der Verfolgungsjagd rasen die Täter mit 100 Sachen durch die Orte, landen an einer Laterne - und die Polizei kollidiert mit einem Reh.

Bei einer Verfolgungsjagd am Wochenende rammte die Polizei ein Reh - und fuhr weiter.
Archiv Bei einer Verfolgungsjagd am Wochenende rammte die Polizei ein Reh - und fuhr weiter.

Drei Täter, jede Menge Zaunpfähle, eine 14 Kilometer lange Verfolgungsjagd, ein angefahrenes Reh und ein Ende an der Straßenlaterne: Polizeibeamte hatten am Wochenende in der Uecker-Randow-Region einen filmreifen Einsatz.

Drei junge Männer wollten am späten Samstagabend in Vogelsang-Warsin Zaunpfähle klauen. Sie flüchteten Richtung Gegensee, wo sie ein Polizeiwagen stellen wollte. Der 26-jährige Fahrer ignorierte jedoch die Polizei und gab mächtig Gas. Mit teils 100 km/h flüchteten er und seine beiden Beifahrer durch die angrenzenden Ortschaften. Bei der Verfolgungsjagd rammte der Polizeiwagen dann sogar ein Reh, setzte die Verfolgung jedoch fort.

Die rasante und mehr als gefährliche Fahrt des Peugeot-Fahrers endete erst in der Ortschaft Grünhof. Dort stellte sich ein weiteres Polizeifahrzeug quer, um die Täter zum Anhalten zu bewegen. Doch selbst jetzt dachte der Fahrer noch nicht ans Aufgeben. Er bog mit hoher Geschwindigkeit Richtung Pampow ab, verlor allerdings die Kontrolle über das Auto und schoss nach links über die Fahrbahn. Dort kollidierte er erst mit einem Gartenzaun, ehe sein Auto mit einer Straßenlaterne zusammenstieß.

Der renitente 26-Jährige stieg aber immer noch nicht freiwillig aus, so dass die Beamten ihn mit Gewalt aus dem Wagen zerren mussten. Zwar hatte der Mann keinen Alkohol getrunken, aber das von ihm erst kürzlich erworbene Fahrzeug war weder zugelassen noch versichert. Auch die angebrachten Kennzeichen gehörten zu einem anderen Pkw. Ebenfalls konnte der 26-Jährige keinen Führerschein vorweisen, da er schlicht keinen besessen hat, wie die Polizei mitteilt. Nun muss er sich wegen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Fahren ohne erforderliche Fahrerlaubnis, Kennzeichenmissbrauch und Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantwortlichen. Personen kamen nicht zu Schaden. Auch die beiden Mitfahrer im Alter von 16 und 23 Jahren blieben unverletzt.

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