Auf Autos und Züge geschossen:

Polizei schnappt Ballermann von Ueckermünde

Was ging vor in dem Mann, der in Ueckermünde mit dem Luftgewehr gezielt auf Züge und Autos schoss? Der 30-Jährige wurde verhaftet. Glimpflich dürfte es für ihn nicht ausgehen.

Die Polizei hat lange ermittelt. Nur durch einen Zufall konnten die Beamten den 30-jährigen Ueckermünder schnappen, der auf Autos und Züge geballert hat.
Christopher Niemann Die Polizei hat lange ermittelt. Nur durch einen Zufall konnten die Beamten den 30-jährigen Ueckermünder schnappen, der auf Autos und Züge geballert hat.

Der 30-jährige Mann, der im Mai und Juni in Ueckermünde auf Autos und Züge geschossen haben soll, ist dingfest gemacht worden.

Durch die Schüsse entstand an drei Autos ein Sachschaden in Höhe von rund 1.000 Euro. Tatort war in allen drei Fällen die Eggesiner Straße, wo unter anderem an einem VW die Heckklappe und eine Seitenscheibe von Projektilen beschädigt worden waren.

Der Tatverdächtige hatte zudem im Mai auf zwei fahrende Personenzüge der Deutschen Bahn auf der Strecke von Pasewalk nach Ueckermünde sowie auf Fensterscheiben eines Bahngebäudes in der Eggesiner Straße geschossen. An den Zügen wurden mehrere Fenster und eine Tür beschädigt. Schadenshöhe: etwa 1.000 Euro. An den zerstörten Fenstern des Bahngebäudes entstand ein Schaden von schätzungsweise 2.300 Euro.

Polizeilich kein unbeschriebenes Blatt

Nach den Vorfällen im Juni hat dann die Kripo den 30-jährigen Ueckermünder als Tatverdächtigen ermittelt. „Es gab keinen Hinweis auf den Mann, da hat der Zufall eine Rolle gespielt“, hieß es aus der Anklamer Polizeiinspektion. Wie sich zeigte, ist der Mann der Polizei wegen verschiedener anderer Delikte kein Unbekannter.

Der Tatverdächtige hat freiwillig zwei Schusswaffen herausgegeben. Polizeiangaben zufolge handelt es sich dabei um Luftdruckwaffen. Außer den Waffen konnten auch Munition sowie Zubehör sichergestellt werden. Zudem wurden bei dem Mann weitere Gegenstände entdeckt, die dem Waffenrecht unterliegen. Diese wurden ebenfalls sichergestellt und zusammen mit den Schusswaffen zur kriminaltechnischen Untersuchung an das Landeskriminalamt gesandt.

Tatverdächtiger ist auf freiem Fuß

„Die Experten dort prüfen, ob ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorliegt“, informierte die Polizei. Das Untersuchungsergebnis stehe noch aus. Die Bundespolizei ermittelt gegen den Ueckermünder wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, wegen gefährlichen Eingriffs in den Eisenbahnverkehr sowie wegen Sachbeschädigung.

Die Ermittlungen wurden inzwischen abgeschlossen und an die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg abgegeben. Die entscheidet, ob ein Verfahren eröffnet wird. Bis dahin befindet sich der 30-Jährige auf freiem Fuß.