Hotelverkauf:

Pommern-Mühle geht, Pflegeheim kommt?

Das Hotel Pommern-Mühle gehört inzwischen zu Ueckermünde wie der Fernsehturm zu Berlin. Doch es sieht ganz danach so aus, als wenn das Haus in Zukunft keine Urlauber mehr beherbergt, sondern für eine andere Branche genutzt wird.

Das Ueckermünder Hotel Pommern-Mühle soll verkauft werden. Aus dem traditionsreichen Haus könnte künftig ein Pflegeheim werden.
Thomas Krause Das Ueckermünder Hotel Pommern-Mühle soll verkauft werden. Aus dem traditionsreichen Haus könnte künftig ein Pflegeheim werden.

Das Haus ist ein Stück Ueckermünder Geschichte, doch diese Geschichte scheint dem Ende zuzugehen. Das Hotel Pommern-Mühle steht vor dem Verkauf. Das bestätigte Hans-Joachim Braun, der das Haus gemeinsam mit seinem Bruder Manfred führt. „Ein paar Dinge müssen noch geklärt sein. Aber wir denken, dass Ende August/Anfang September alles geregelt sein wird“, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Braun.

Die Brüder, die sich aus Altersgründen zurückziehen wollen, hätten gern gesehen, dass das Haus weiter als Hotel geführt wird, doch die Hoffnungen auf einen Käufer aus der Branche haben sich nicht erfüllt. „Wir haben viele Verhandlungen geführt, ohne Erfolg“, sagte Braun. Über den jetzigen Kaufinteressenten wollte sich Hans-Joachim Braun nicht äußern. Nach Informationen des Nordkurier handelt es sich um einen Ueckermünder, der aus dem Hotel ein Pflegeheim machen möchte. Der potenzielle Käufer ist selbst in der Pflegebranche tätig, entsprechende Pläne für den Umbau der Pommern-Mühle zu einem Altenheim liegen offenbar bereits in seiner Schublade.

Die Verwirklichung des Projekts scheint ohnehin nur Formsache zu sein. Bei der jüngsten Sitzung der Ueckermünder Stadtvertreter ist der Entwurf über die Aufhebung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. B-15 „Erweiterung Hotel Pommern-Mühle“ beschlossen worden. Das sei nötig, damit die Möglichkeit einer anderen Nutzung eröffnet werde, erklärte Bauamtsleiter Jürgen Kliewe. Die Nutzungsänderung in ein Pflegeheim wäre sonst auf der alten Grundlage nicht möglich. Der Entwurf wird laut Bauamt nun öffentlich ausgelegt, Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange sowie Nachbargemeinden und Bürger können dann ihre Bedenken einbringen.

 

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