"Ucra" braucht kräftige Finanzspritze:

Pommernkogge wird wegen neuer Vorschriften teurer

Bereits im nächsten Jahr soll die historische Pommernkogge übers Haff schippern. Doch der Nachbau des Schiffes kostet mehr Geld als erwartet. Schuld daran sind neue Vorschriften. Torgelow greift daher zu einer kräftigen Finanzspritze.

Im August 2015 wurde die Pommernkogge "Ucra" zu ihrem endgültigen Liegeplatz im Stadthafen von Ueckermünde gebracht. Dort wird sie derzeit seetauglich gemacht.
Stefan Sauer Im August 2015 wurde die Pommernkogge "Ucra" zu ihrem endgültigen Liegeplatz im Stadthafen von Ueckermünde gebracht. Dort wird sie derzeit seetauglich gemacht.

Die Torgelower Stadtvertreter haben einer nicht geplanten Finanzspritze für den Bau der Pommernkogge "Ucra" zugestimmt. Das Geld sei nötig, um die Seetüchtigkeit des Schiffes, das derzeit im Ueckermünder Stadthafen liegt und dort umgebaut wird, sicherzustellen. Der Beschluss fiel einstimmig aus.

Die Stadt Torgelow "schießt" demnach knapp 36.000 Euro aus dem eigenen Haushalt nach. Die Gesamtkosten für den Einbau von Radar- und Funktechnik sowie einer Brandschutzanlage belaufen sich auf gut 189.000 Euro. "Erfreulicherweise haben wir aus EU-Mitteln eine hohe Fördersumme erhalten, sodass der Eigenanteil von zehn Prozent zu leisten ist", sagte Bürgermeister Ralf Gottschalk (Bürgerbündnis)

Nicht vorhersehbar

Vorhersehbar seien die zusätzlichen Ausgaben nicht gewesen. Doch während der langen Bauphase seien neue Sicherheitsvorschriften in Kraft getreten.

Die Mitglieder des Torgelower Vereins Ukranenland werkeln seit mehr als 14 Jahren an der historischen Kogge. Finanzielle Engpässe stoppten die Arbeiten aber immer wieder, sodass die Stadt Torgelow 2011 das Schiff für mehr als eine Million Euro kaufte.

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