Zoff in Torgelow:

Präsidentin will Stadtvertreter loswerden

Die Torgelower Linkspolitikerin Marlies Peeger hat nach wie vor ein Problem mit der "Alternative für Torgelow" – und sucht nun nach neuen Wegen der Abgrenzung.

Stadtpräsidentin Marlies Peeger will AfT-Mann Dan Schünemann ausgrenzen.
Archiv Stadtpräsidentin Marlies Peeger will AfT-Mann Dan Schünemann ausgrenzen.

Torgelows Stadtpräsidentin Marlies Peeger (Linke) hat sich erstmals öffentlich gegen einen Abgeordneten gestellt. In ihrem Fokus steht Dan Schünemann, Fraktionschef der Wählergemeinschaft „Alternative für Torgelow“ (AfT), die bei der Kommunalwahl im Mai 2014 ins Stadtparlament eingezogen ist und seitdem wegen ihrer Nähe zur rechten Szene immer wieder für Diskussionsstoff sorgt. „Ich mag einfach nicht mit Menschen zusammenarbeiten, die gegen Gesetze verstoßen“, sagte sie und spielt damit auf ein laufendes Verfahren gegen Schünemann an.

Gegen ihn wird ermittelt, weil er angeblich auf einem Foto in Hitlergruß-Pose zu sehen ist. Das Foto existiert, Schünemann jedoch bestreitet, der Mann auf dem Bild zu sein. Er hat ebenfalls Anzeige erstattet.

Bei der jüngsten Stadtvertretersitzung zitierte Marlies Peeger nun aus einem Schreiben an die Kommunalaufsicht der Landkreises Vorpommern-Greifswald. „Ich wollte vom Landkreis wissen, wie ich in der Stadtvertretung mit solchen Menschen umgehen soll“, sagte sie.

Die Antwort liest sich neutral

Im Antwortschreiben habe die Kommunalaufsicht ihr aber zu verstehen gegeben, dass ihr Handlungsspielraum als Stadtpräsidentin begrenzt sei. Erst bei einem rechtskräftigen Urteil könne die Stadtvertretung tätig werden und dann beispielsweise anhand einer Beschlussvorlage eine politische Verurteilung anstreben.

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