Geflügelpest soll nicht das Ende sein:

Putenmäster will wieder durchstarten

Der Betreiber der Putenmastanlage, der durch den Ausbruch der Geflügelpest mehr als 30 000 Tiere verloren hat, denkt bereits an die Zukunft. Er hat Pläne.

Noch ist die Putenmastanlage in Heinrichswalde gesperrt.
Thomas Krause Noch ist die Putenmastanlage in Heinrichswalde gesperrt.

Den Menschen in Heinrichswalde dürfte es angesichts der Ereignisse in den vergangenen Tagen noch immer schwer fallen, wieder in den Alltag zu finden. Der Ausbruch der Geflügelpest mit dem erstmals in Europa aufgetretenen Influenzavirus vom Typ H5N8 hat für kollektives Entsetzen in dem 500-Seelen-Dorf bei Ferdinandshof gesorgt. In der Gemeinde glaubt kaum noch ein Einwohner, dass es dort jemals wieder eine Putenmastanlage geben wird. Doch dass in Zukunft wieder Geflügel „made in Heinrichswalde“ auf den Markt kommen wird, ist überhaupt nicht abwegig. 

Die Osterhuber Agrar GmbH schließt nicht aus, die riesige Mastanlage wieder in Betrieb zu nehmen. „Klar stehen hier noch alle ein wenig unter Schock. Doch wir können uns sehr wohl vorstellen, die Anlage weiter zu betreiben“, sagte Betriebsleiter Heinz Springer gegenüber dem Nordkurier.

Seuche als Wendepunkt im Unternehmen

Springer betonte, dass der Ausbruch der Seuche in seinem Unternehmen jedoch einiges verändert habe: „Es ist ganz klar ein Wendepunkt. Wir fragen uns natürlich auch, was können wir in Zukunft anders und besser machen, damit so etwas nicht passiert.“ Gleichwohl wisse man auch, dass man solchen Seuchen im Grunde schutzlos ausgeliefert sei: „Wir konnten ja nichts dafür, dass die Geflügelpest bei uns ausgebrochen ist.“

Die Osterhuber Agrar GmbH verlor nach dem Unglück in Heinrichswalde ihren gesamten Bestand von mehr als 30 000 Puten. Die vier Mitarbeiter, die jetzt erst einmal ohne Arbeit sind, sind laut Springer in andere Unternehmensbereiche versetzt worden. „Es wird niemand seinen Job verlieren“, sagte der Betriebsleiter.

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Kommentare (1)

Nachdem wir nun wissen, das weder Wildvögel, noch Vögel zwischen hier und Korea erkrankt sind und auch nicht die unnötig getöteten1000 Tiere der Umgebung und der Virus (lt.Spiegel) dem koreanischen nur ähnlich ist sollte dem Mäster doch wohl klar sein, dass die Ursache der Erkrankung an seiner Art zu wirtschaften und Tiere zu halten liegt. Wie kann er -während seine Nachbarn noch um ihre Tiere trauern- nur darüber nachdenken, so weiterzumachen?