Neue Forderung der Windkraft-Gegner:

Rein in den Naturpark, raus aus der Windkraft

Die Windkraftgegner von Wilhelmsburg haben eine neue Idee. Das Dorf soll in den Naturpark zurück. Denn dann darf dort kein Windpark gebaut werden. Doch wie steht die Gemeinde dazu?

Wilhelmburgs Bürgermeister Ulf Wrase.
Simone Weirauch Wilhelmburgs Bürgermeister Ulf Wrase.

Macht die Gemeinde Wilhelmsburg nun doch einen Rückzieher vom Rückzieher? Es könnte gut sein, dass das Dorf wieder Mitglied des Naturparks „Am Stettiner Haff“ wird. Die Bürgerinitiative „Freie Friedländer Wiese“, die gegen Windkraftanlagen in der Region kämpft, ist mit diesem Vorschlag an die Gemeindevertretung herangetreten. Denn dort, wo ein Naturpark ist, können die Regionalplaner in Vorpommern keine Windkraftflächen ausweisen.

Man beschäftige sich mit einer erneuten Naturparkmitgliedschaft, eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, sagte Bürgermeister Ulf Wrase auf Nachfrage des Nordkurier. Die Gemeinde Wilhelmsburg hatte sich 2005 aus dem Naturpark, der ein Jahr zuvor gegründet wurde, zurückgezogen, weil man der Meinung war, dass die strengen Auflagen für Landwirte im Naturpark wirtschaftlich bedrohlich seien.

Daran hat sich nichts geändert, doch die Gemeinde, so Wrase, nehme das Bürgerbegehren ernst. „Es ist gut, dass sich Bürger Gedanken machen. Allerdings muss man die Sache auch realistisch sehen und sich als Gemeinde fragen, was geht und was nicht“, sagte Ulf Wrase.