Wer tut so etwas?:

Ringer-Trainer stocksauer auf dreisten Messerstecher

Als er mit dem Vereinsbus zum Wettkampf fahren wollte, entdeckte Uwe Bremer das Malheur: irgendjemand hatte in der Nacht einen Reifen zerstochen und das Fahrzeug damit lahmgelegt. Eine Riesensauerei, wettert der SAV-Ringertrainer und fragt sich, ob möglicherweise Zeugen etwas gesehen haben.

Diesen Einstich hat der SAV-Trainer erst bei Tageslicht festgestellt.
ZVG Diesen Einstich hat der SAV-Trainer erst bei Tageslicht festgestellt.

Die Torgelower SAV-Ringer sind gute, sogar sehr gute Zweikämpfer. Und müssen deshalb auch ab und an weite Strecken fahren, um zu einem Wettkampfort zu gelangen. Dafür haben sie einen Kleinbus zur Verfügung. Und der ist manchmal ganz schön voll beladen. "Ab und zu bin ich auch mal mit bis zu acht Kindern unterwegs", sagt Ringertrainer Uwe Bremer. Dann muss der Bus einiges wegschleppen. Das kann er aber nur, wenn auch alles in Ordnung ist. Zum Beispiel die Reifen. Die haben bislang gehalten. Und darum hatte sich Uwe Bremer auch jetzt in den Bus gesetzt, um damit zu einem Wettkampf zu fahren. Das Autos sprang an, aber nach zehn Metern bemerkte der Trainer: halt, da stimmt doch was nicht. Er hielt an, stieg aus und sah, dass ein Reifen platt war. Uwe Bremer dachte sich zunächst nichts dabei, und deshalb hatte er erst am Sonntag so richtig Gelegenheit, sich den Schaden am Reifen genauer anzusehen. Und siehe da - offensichtlich hat jemand mutwillig den Pneu zerstochen. "Davon gehe ich jedenfalls aus, nachdem ich die Stelle gesehen habe", sagt Uwe Bremer.

Er vermutet nun, dass ein oder mehrere Unbekannte sich an dem Reifen zu schaffen gemacht haben. Und der Trainer kann auch die mögliche Tatzeit eingrenzen. Am Freitagabend hat jemand, der sich den Bus ausgeliehen hatte, das Fahrzeug wieder zu Uwe Bremer nach Haus gebracht. "Das war so gegen 22 Uhr", sagt der SAV-Trainer. Das Auto sei vor seinem Grundstück in der Torgelower Beethoven-Straße auf der Rasenfläche abgestellt worden. "Da war noch alles in Ordnung, und der Mann hat während der Fahrt nichts von einem Reifenschaden bemerkt - der Bus lief einwandfrei", sagt Bremer. Denn die Reifen seine relativ neu. Am nächsten Morgen, so gegen 7 Uhr, wollte er selbst dann losfahren, unterließ das jedoch, weil "sich der Bus so merkwürdig fuhr", sagt der Torgelower.

Er vermutet also, dass zwischen Freitagabend, 22 Uhr, und Sonnabendmorgen, 7 Uhr, der oder die Unbekannten den Reifen zerstochen haben. Welches Motiv die Messerstecher haben, das kann sich der SAV-Trainer beim besten Willen nicht erklären. "Wir haben niemandem etwas getan", sagt er. Und Uwe Bremer weiß, dass es hätte  ganz schlimm kommen können. "Angenommen, der Reifen wäre nicht so richtig durchstochen worden, sondern nur angeschlitzt, und dann hätte es bei voller Fahrt eine Knallpanne gegeben, womöglich, während der Bus mit Kindern voll besetzt war", sagt der Ringertrainer. Er will sich einen solchen Fall gar nicht erst in allen Einzelheiten ausmalen. Aber Uwe Bremer bittet Zeugen, die möglicherweise jemanden in der fraglichen Zeit in der Torgelower Beethovenstraße 16 oder in der Nähe gesehen haben, sich zu melden. Vielleicht, so die Hoffnung des SAV-Mannes, lässt sich die Sache dann schneller aufklären.

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