:

Rückt Dahlemann in den Landtag nach?

Er könnte der jüngste Landtags-Abgeordnete Mecklenburg-Vorpommerns werden: Patrick Dahlemann aus Torgelow. Den Kampf ums Direktmandat verlor er 2011 zwar - aber nun hat er Chancen, über die Landesliste der SPD nachzurücken.

Patrick Dahlemann hat gut Lachen: Nicht mehr lange, und der SPD-Mann könnte in den Landtag nachrücken.
Gabriel Kords/Archiv Patrick Dahlemann hat gut Lachen: Nicht mehr lange, und der SPD-Mann könnte in den Landtag nachrücken.

Sollte Landes-Energieminister Volker Schlotmann (SPD), der am Dienstagmorgen seinen Rücktritt als Minister bekanntgab, auch sein Landtagsmandat abgeben, wird ein Nachrücken von Patrick Dahlemann ins Landesparlament immer wahrscheinlicher. Der 25-Jährige aus Torgelow hatte 2011 zwar den Kampf ums Direktmandat gegen den CDU-Landtagsabgeordneten Andreas Texter verloren, doch nun könnte er theoretisch über die Landesliste der SPD nachrücken.

Dazu müssten allerdings neben Schlotmann noch zwei weitere SPD-Politiker auf ihr Mandat im Landtag verzichten, denn Dahlemann steht erst auf Platz drei der Liste. Bei SPD-Kollegin Margret Seemann ist das Ausscheiden aus dem Landtag bereits entschiedene Sache, denn sie wurde kürzlich zur Bürgermeisterin der Stadt Wittenburg gewählt. Die dritte, die demnächst aus dem Parlament ausscheiden könnte, ist Landessozialministern Manuela Schwesig, die als Ministerin in der großen Koalition in Berlin im Gespräch ist. Zwar gab es zuletzt Spekulationen, sie könne ihr Landtagsmandat behalten, obwohl sie Bundesministerin gilt - aus Landtagskreisen verlautete aber, das gelte als "sehr unwahrscheinlich".

Definitive Aussagen noch nicht möglich

Patrick Dahlemann kommentierte die Gerüchte am Dienstagmorgen nur zurückhaltend. Er wolle über die Angelegenheit nicht spekulieren, sagte er dem Nordkurier. "Ich kann auch noch drei Jahre lang Nachrücker bleiben", sagte er. Die Legislaturperiode dauert noch bis 2016.

Wie Alexander Kujat, Pressesprecher der SPD-Landtagsfraktion inzwischen erklärte, geht die SPD-Fraktion im Landtag derzeit nicht davon aus, dass Volker Schlotmann auch sein Mandat zurückgibt. Eine definitive Aussage könne man allerdings nicht treffen, da Schlotmann derzeit krankgeschrieben sei. SPD-Fraktionschef Norbert Nieszery teilte zudem mit, Schlotmanns Entscheidung zum Verzicht auf das Ministeramt verdiene "allerhöchsten Respekt".

Weiterführende Links