So war das nicht geplant:

Saftiger Aufpreis der neuen Straße sorgt für Ärger

Seit einigen Monaten rollen die Autos in Wilhelmsburg über aalglatte Straßen, und auch Fußgänger und Radfahrer können sich über neue Wege freuen. Aber jetzt kamen die Rechnungen für die Sanierung, und die fällt für viele Bürger deftig aus.

Radler und Autofahrer rollen jetzt in Wilhelmsburg über glatte Straßen und Wege, doch der Frust über die Kosten ist bei vielen groß.
Thomas Krause Radler und Autofahrer rollen jetzt in Wilhelmsburg über glatte Straßen und Wege, doch der Frust über die Kosten ist bei vielen groß.

Fein rollt es sich mit dem Auto durch Wilhelmsburg, und nichts erinnert mehr an die Zeit, als eine Fahrt durch die Gemeinde zum Härtetest für Pkw und Fahrer war - die sanierte Straße macht viele Menschen glücklich.

Einige Wilhelmsburger dürften sich derzeit aber vermutlich ihre alte Buckelpiste zurückwünschen. Grund sind die sogenannten Straßenausbaubeträge, über die Anwohner aufgrund der Größe ihrer Grundstücke an den Baukosten beteiligt sind. Viele Wilhelmsburger haben die Abschlussrechnung erhalten, und die fällt für einige Einwohner deftig aus. Mancher soll mehr als 5000 Euro für die neuen Straßen und Wege berappen.

Bürger fühlen sich getäuscht

Im Dorf kocht die Wut. In der Kritik steht vor allem das Bauamt der Amtsverwaltung in Torgelow. Ein Mitarbeiter der Behörde hatte bei einer öffentlichen Einwohnerversammlung vor vier Jahren in Eichhof, als das Bauprojekt erstmals vorgestellt wurde, gesagt, dass er angesichts der zu erwartenden hohen Förderung davon ausgehe, dass sich die Kosten für die Anwohner „auf nicht mehr als 200 bis 300 Euro belaufen werden.“ „Aufgrund dieser Aussage haben wir als Gemeindevertretung dem Bauvorhaben auch zugestimmt“, sagt Rita Dornbrack.

Hätte man damals gewusst, dass diese Summen auf die Bewohner zukommen würden, hätte man wohl nicht für den kompletten Ausbau der Straße gestimmt. „Wahrscheinlich hätten wir dann nur dem Bau der Straßenbeleuchtung zugestimmt“, sagt sie.Die Gemeinde will den aufgebrachten Wilhelmsburgern aber helfen. „Wir lassen niemanden allein“, sagt Bürgermeister Ulf Wrase.

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