Gewalt gegen Rettungsassistenten:

Sanitäter mit Machete angegriffen

Er wollte helfen und ist dabei selbst fast zum Opfer geworden: Was einem Rettungsassistenten in Ueckermünde passiert ist, wird er wohl nie mehr vergessen.

Damit hatte niemand gerechnet: Als er helfen wollte, ist ein Ueckermünder Rettungssanitäter von einem Mann in dessen Wohnung mit einer Machete angegriffen worden.
Christopher Niemann Damit hatte niemand gerechnet: Als er helfen wollte, ist ein Ueckermünder Rettungssanitäter von einem Mann in dessen Wohnung mit einer Machete angegriffen worden.

Es war kurz nach halb drei am Sonntagmorgen. Die Piepser des Rettungsdienstes in Ueckermünde gingen los. Vom Disponenten der Leitstelle kam die knappe Information: Verdacht auf einen Krampfanfall bei einem Bewohner in der Ueckermünder Ravensteinstraße.Mit Blaulicht setzten sich die DRK-Fahrzeuge schnell in Bewegung.

Doch dann passierte, womit niemand gerechnet hatte: Statt eines Hilfebedürftigen fand das Team einen jungen Mann vor, der sofort einen Rettungsassistenten angriff, als dieser die Wohnung betreten wollte. Nicht etwa nur mit den bloßen Händen – sondern mit einer Machete, einem großen Messer gleich einem Hackbeil, ging der 20-Jährige auf die los, die ihm eigentlich helfen sollten. Der angegriffene Rettungsassistent (31) konnte den Angreifer zum Glück überwältigen und blieb unverletzt.

Ob der Umstand, dass der Angreifer alkoholisiert war und zudem von Rauschmitteln beeinflusst war, dabei geholfen hat, dazu konnte gestern niemand Auskunft geben. Aus jeden Fall wurde der Angreifer später von Polizeibeamten des Ueckermünder Reviers festgenommen, und die Kriminalpolizei ermittelt nun gegen den Tatverdächtigen. Der ist für die Ordnungshüter kein Unbekannter, hieß es einem Bericht der Polizei. Vom Polizeipräsidium in Neubrandenburg gab es zu dem Vorfall aufgrund des nun laufenden Verfahrens keine Auskunft.

Auch aus der Rettungswache des DRK wollte sich gestern niemand zu dem Vorfall äußern. Nur so viel war von den Befragten zu erfahren, dass solche Angriffe auf Rettungskräfte und auf Polizisten ab und zu vorkommen. „Meistens ist da dann Alkohol mit im Spiel", hieß es. Dass jemand mit einer so gefährlichen Waffe, wie es eine Machete ist, einen Retter angegriffen hat, sei allerdings als Ausnahme zu sehen.

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