Immobilien-Verkauf:

Scheitern die Pläne für das alte Amtsgericht?

Die Schließung des Ueckermünder Amtsgerichts hat in der Haff-Region für viel Aufregung gesorgt. Das Gebäude steht seitdem leer. Das städtische Wohnungsunternehmen hat zwar eine Idee, doch da spielt das Land nicht mit.

Was wird aus dem einstigen Sitz des Ueckermünder Amtsgerichts? Die Stadt hat touristische Pläne, die sich aber nur schwer umsetzen lassen.
Thomas Krause Was wird aus dem einstigen Sitz des Ueckermünder Amtsgerichts? Die Stadt hat touristische Pläne, die sich aber nur schwer umsetzen lassen.

Die Pläne liegen sozusagen griffbereit, sie müssen nur umgesetzt werden. Norbert Raulin, Geschäftsführer der Ueckermünder Wohnungsbaugesellschaft (UWG), hat nach wie vor den Wunsch, das leer stehende Amtsgerichts-Gebäude künftig vielleicht als Wohnhaus und Touristenattraktion nutzen zu können. Voraussetzung allerdings: Das Land Mecklenburg-Vorpommern müsste der Haffstadt finanziell entgegenkommen, das Haus beispielsweise für einen symbolischen Euro an die Kommune übergeben.

Danach sieht es derzeit allerdings nicht aus. Denn der Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL M-V), der das Gebäude im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern verwaltet, lässt gerade den Verkaufswert des Hauses ermitteln, um es auf dem Immobilienmarkt anbieten zu können.

Es gibt bereits weitere Interessenten

Nach Vorlage dieses Gutachtens sei beabsichtigt, ein Exposé zu erstellen und die Liegenschaft öffentlich zum Verkauf auszuschreiben, sagt Heinz-Gerd Hufen, BBL-Geschäftsführer in Mecklenburg-Vorpommern. Laut Hufen gibt es bereits einige Interessenten an dem Komplex in der Ueckermünder Gerichtsstraße.

Dass Ueckermünde das Gebäude für einen symbolischen Euro bekommt, scheint daher ausgeschlossen. Das sieht UWG-Chef Raulin nicht anders: "Das Ganze ist nur ein Thema, wenn wir das Haus wirklich sehr kostengünstig bekommen." Seine Enttäuschung kann er nicht verhehlen. „Ich hätte schon erwartet, dass das Land der Stadt entgegenkommt. Oder dass man der Stadt das Gebäude wenigstens angeboten hätte, aber selbst das ist nicht passiert." Norbert Raulin sieht die Gefahr, dass das Gebäude mit seiner mehr als 100-jährigen Gerichtsgeschichte am Ende zum städtebaulichen Missstand wird.

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