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Schicke Straße für die neuen Eigenheime

Bauen im Stadtzentrum? Das ist nicht nur in Metropolen schwierig, sondern auch im viel beschaulicheren Torgelow. Nachdem aber bereits mit ein wenig Hilfe neue Häuser aus dem Boden wachsen konnten, half nun Schwerin nach.

An der Wiesenstraße sind bereits einige Häuser entstanden oder im Bau. Foto: Lutz Storbeck
Lutz Storbeck An der Wiesenstraße sind bereits einige Häuser entstanden oder im Bau. Foto: Lutz Storbeck

Solide Planung braucht Zeit. Erst recht, wenn es ums Bauen geht. Das weiß man auch im Torgelower Rathaus. Denn nicht nur in der Stadt gibt es etliche Interessenten, die gern in Torgelow bauen würden – möglichst im Stadtzentrum. Das ist aber bereits bebaut, und so hat sich die Stadt umgesehen, wo denn neue Häuser entstehen in Zentrumsnähe könnten. Riesengroß ist die Auswahl an Arealen nicht, denn der Wald setzt da natürliche Grenzen fürs Häuslebauen.

Aber in der Stadt gibt es dennoch Chancen dafür. Die Gegend an der Wiesen- und Fabrikstraße, ehemals gewerblich genutzte Flächen, kam darum in die engere Wahl. Das war allerdings schon vor mehreren Jahren. Bereits 2009 wurde ein Bebauungsplan beschlossen. Danach haben sich aber noch weitere Bauwillige gemeldet, die dort gern ihr Domizil errichten wollten. Also gab es im März 2010 noch einen Nachschlag. Die Stadtvertreter beschlossen damals, das Plangebiet zu vergrößern. Der Bedarf sei da, versicherte Torgelows Bürgermeister Ralf Gottschalk seinerzeit. Erweitert worden ist das Plangebiet per Beschluss damals um einen halben Hektar auf insgesamt 2,5 Hektar. Gestiegen sind damals auch die Planungskosten – von 18 600 Euro auf etwa 30 000 Euro. Zwei Drittel davon werden aus Städtebau-Fördermitteln getragen.

Inzwischen ist viel Wasser die Uecker entlang geflossen. Gebaut worden ist das ein oder andere Haus bereits, doch nun soll es auch mit dem Ausbau der Wiesentraße losgehen. Nach Auskunft des Schweriner Bauministeriums ist zudem geplant, noch andere Straßen neu zu bauen, die an die Fabrik- und Wiesenstraße angeschlossen werden sollen. Startschuss soll im kommenden Jahr sein, hieß es.

Das kostet natürlich auch etwas. Insgesamt beträgt die Gesamtinvestition in diesem Fall knapp 81 000 Euro. Viel Geld für die gebeutelte Torgelower Stadtkasse. Deshalb dürfte man sich im Rathaus auch freuen, dass Schwerin erneut in den Topf mit den Städtebaufördermitteln greift und etwa 45 500 Euro dazugibt.