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Schöne Polizeistatistik, unschöne Klau-Realität

Kriminalität im Grenzgebiet bleibt in den Dörfern ein Dauerthema. Die Statistik zu Diebstählen des Präventionsrats des Amtes Löcknitz-Penkun beruhigt die Bürger nicht. Im Gegenteil.

Ende vergangenen Jahres wurde Landwirt Emnauel reim aus Ladenthin ein Teleskoplader entwendet.
Archiv Ende vergangenen Jahres wurde Landwirt Emnauel reim aus Ladenthin ein Teleskoplader entwendet.

In den letzten Jahren geht die Einbruchskriminalität im Landkreis zurück. Das sagt die Polizei und verweist auf ihre Statistiken. „Was hilft diese Statistik den Bürgern? Das persönliche Sicherheitsempfinden in der Grenzregion ist ein anderes, und es ist gering“, sagt Emanuel Reim, Geschäftsführer der Agrar Schwennenz GmbH in Ladenthin.

Ende 2014 war der Betrieb selbst betroffen, gestohlen wurde ein Teleskoplader im Wert von 60.000 Euro. Seitdem hat die Firma in teure Sicherheitstechnik investiert. Diebstahlversuche gab es trotzdem etliche. „Ich nehme der Polizei ab, dass sie sich bemüht, in der Region präsent zu sein“, sagt Emanuel Reim, der es auch gut findet, dass der Präventionsrat des Amtes Veranstaltungen zu diesem Thema anbietet.

Straßenbeleuchtung als Sicherheitsmaßnahme

Abfinden solle man sich aber nicht damit, dass die Polizeistärke in der Region nicht erhöht werden kann. „Die Statistik ist das eine. Wir brauchen mehr Sicherheit für die Bürger in der Grenzregion“, fordert auch Dietmar Ehmke aus Grambow.

Und er hat auch einen Vorschlag: Das Straßenlicht sollte von der Dunkelheit bis zum Hellwerden durchgängig leuchten. „Da die Gemeinde kein Geld hat, müsste der Kreis oder das Land diese Kosten übernehmen“, sagt er.

Dass die Polizei in der Region nur noch ein schwächlicher Haufen ist, wie es Gerhard Rudolph auf der jüngsten Diskussion zu dem Thema in Grambow formulierte, findet Dietmar Ehmke nicht. „Die Polizei kann nicht überall sein. Wo sollen die Leute herkommen, wenn etwa beim Fußball immer wieder Tausende Polizisten im Einsatz sind?“, erklärt Dietmar Ehmke.