Mieter frustriert:

Sechs Rohrbrüche in zwei Jahren

Ein schönes Haus, ein ruhiges Viertel: Eigentlich könnte die Torgelower Familie rundherum glücklich sein. Wenn da nicht die ständigen Rohrbrüche im Haus wären. Die Wohnungsgesellschaft will das so nicht stehen lassen.

Diese Rohre sind das Ärgernis einiger Mieter.
Thomas Krause Diese Rohre sind das Ärgernis einiger Mieter.

Frustrierte Mieter in einem Haus in der Karlsfelder Straße in Torgelow: In den vergangenen zwei Jahren sind dort sechsmal Rohre geplatzt, berichtet eine Bewohnerin. Allein in diesem Jahr hatte ihre Familie vier Rohrbrüche zu beklagen. Die Wohnungsbaugesellschaft Torgelow als Vermieter hätte zwar jedes Mal schnell Monteure geschickt, die den Schaden auch behoben hätten. Das Problem sei damit aber nicht aus der Welt geschafft worden.

"Die Rohre wurden immer nur dort ausgetauscht, wo sie geplatzt waren. Erst jetzt, nach dem letzten Rohrbuch, hat man angefangen, den ganzen Strang zu wechseln. Die jetzigen Rohre machen zumindest einen festeren Eindruck, die alten konnte man ja mit den Fingern zusammendrücken", berichtet der Ehemann.

Wohnungsgesellschaft weist Vorwürfe zurück

Auch andere Mieter hätten Probleme mit undichten Fenstern und feuchten Wänden. Der Keller hätte schon mehrmals unter Wasser gestanden, im Hausflur bröckelte der Putz von den Wänden, weil alles feucht sei. Einige Mieter trauten sich jedoch einfach nicht, öffentlich etwas zu sagen, weil sie Angst hätten, gekündigt zu werden.

Die Behauptung, dass es im Haus Nummer 39 in den vergangenen zwei Jahren sechs Rohrbrüche gegeben haben soll, weist Ursula Rosenberg, Geschäftsverführerin der Wohnungsbaugesellschaft Torgelow, zurück. „Die gab es nicht. Wir hatten dort einige Probleme mit der Heizung, aber von sechs Rohrbrüchen ist mir nichts bekannt“, sagt die Geschäftsführerin. Es sei eben auch ein Altbau, der 1953 errichtet worden ist, die Bausubstanz daher alt. "Mitte der 1990er-Jahre ist das Haus aber komplett saniert worden", so Rosenberg.